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WALDBRONN

Waldbronn im südlichen Landkreis Karlsruhe liegt im idyllischen Albtal. Grüne Streuobstwiesen und die lichten Wälder des Nordschwarzwaldes laden zum Wandern und Radfahren ein. Erholsame Stunden sind in der ausgezeichneten Albtherme. Für viel Spaß sorgen aber auch das beheizte Freibad mit Riesenrutsche, Minigolf und ein toller Spielplatz im Kurpark, interessante Themenwege und Geocaching sowie das Eistreff mitultimativen Eislaufvergnügen.

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Die Siedlungsgeschichte der heutigen Waldbronner Gemarkung reicht mindestens bis in die Zeit des Römischen Reiches zurück, wie Überreste eines römischen Gebäudes in der Nähe des Odenbrunnens belegen. Dabei handelte es sich wohl um ein einzelnes Wirtschaftsgebäude, das später aufgegeben wurde. Im Reichenbacher Gewann „Ermlisgrund“ verlief zudem eine römische Straße, in deren Nähe Artefakte geborgen wurden.

Als im Hochmittelalter besonders günstige klimatische Bedingungen zu einem Bevölkerungswachstum führten, wurden auch höhergelegene Lagen besiedelt. Diese zumeist bewaldeten Flächen wurden hierfür gerodet. Das Recht, Rodungssiedlungen anzulegen, wurde vom König an verdiente Adelsgeschlechter verliehen. Vieles deutet darauf hin, dass die Grafen von Malsch um 1100 die drei Dörfer des heutigen Waldbronn anlegten. Die Endsilben -bach und -rot sind typische Kennzeichen für Ortsgründungen dieser Epoche.

Erstmals erwähnt wurden Busenbach, Etzenrot und Reichenbach in einer Urkunde aus dem Jahre 1292. Dabei handelt es sich um eine Schenkungsurkunde des Markgrafen Friedrich II. von Baden, der dem Kloster Herrenalb zwei Mühlen, vermutlich in der Nähe der heutigen Bahnstation Busenbach, überließ. Gleichzeitig wurden die Dörfer mit einem Mühlzwang belegt, waren also verpflichtet, ihr Korn ausschließlich dort zu mahlen.



In der Folgezeit blieb nur Busenbach unter der direkten Herrschaft der badischen Markgrafen. Reichenbach war im 14. Jahrhundert zeitweise als markgräfliches Lehen zunächst im Besitz des Reinhart Pfau von Rüppurr und danach des Ritters Cunz von Schmalenstein. Das Dorf Etzenrot kam zu einem nicht bekannten Zeitpunkt an die Herren von Gemmingen. Im Jahre 1371 wurde Reichenbach von Markgraf Rudolf IV., Etzenrot erst 1444 von Markgraf Jakob I. zurückgekauft.

Vom frühen 16. Jahrhundert bis zum Jahre 1793 waren die Waldbronner Dörfer zu einer sogenannten Stabsgemeinde zusammengeschlossen. Den Hauptort bildete dabei Reichenbach. So ist im Abgabenverzeichnis von 1533 zu lesen: „Busenbach und Etzenrod gehören unnder Staab gen Richembach“
Der Stab war das Zeichen des Richters. Alle Gerichts- und niederen Verwaltungsangelegenheiten der Dörfer wurden im Auftrag des Landesherrn also durch den Reichenbacher Schultheißen und das Stabsgericht geregelt. Letzteres bestand aus Vertretern aller drei Gemeinden.

Im Zuge der Koalitionskriege von 1792 bis 1815 zwischen mehreren europäischen Staaten und dem revolutionären, später napoleonischen Frankreich, wurden die Waldbronner Dörfer zu einem Kriegsschauplatz.
Nach den Siegen Napoleons wurden die Dörfer Teil des Großherzogtums Baden, eines Staates von Napoleons Gnaden. Rechtzeitig zu dessen Niedergang wechselte das Land jedoch das Lager und stand so am Ende des Krieges 1815 auf der Seite der Sieger.

Aufgrund eines sprunghaften Bevölkerungswachstums seit der Mitte des 18. Jahrhunderts stieß die traditionelle Landwirtschaft hinsichtlich Nahrungsversorgung und Beschäftigungsmöglichkeiten an ihre Grenzen.

Die Februarrevolution des Jahres 1848 in Frankreich ließ die Rufe der Bürger nach demokratischen Grundrechten auch in Baden und im ganzen Deutschen Bund laut werden. Diese Forderungen mündeten schließlich in der verfassungsgebenden Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche, die im Mai 1848 erstmals zusammentrat. Um den gesellschaftlichen Rückhalt zu sichern, entstanden in ganz Baden demokratische Ortsgruppen. Auch in Reichenbach war eine solche Gruppe unter dem Gemeindepfarrer Karl Kast gegründet worden. Als die Revolution scheiterte, zog die preußische Armee in Baden ein und besetzte Ende Juni 1849 Busenbach, Etzenrot und Reichenbach.

Die wirtschaftliche Not, aber auch die gescheiterte Revolution, führten in den 1850er Jahren zu einem Höhepunkt der Massenauswanderung. Einige hundert Personen aus Busenbach, Etzenrot und Reichenbach zog es in dieser Zeit vor allem in die Vereinigten Staaten, „um alldort [ihr] Brod besser verdienen zu können“. Daneben war auch Brasilien ein beliebtes Auswanderungsziel.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hielt die Industrialisierung in atemberaubendem Tempo in ganz Deutschland Einzug. Der hohe Bedarf an Arbeitskräften und der steigende Wohlstand ließ die Auswanderung zurückgehen und die Einwohnerzahlen wieder ansteigen. Das Ettlinger Bezirksamt hob dabei in einem Bericht über Busenbach die guten Verdienstmöglichkeiten in Industrie und Landwirtschaft hervor. Selbst dem einst so bitterarmen Dorf Etzenrot bescheinigte die Aufsichtsbehörde eine „gedeihliche Entwicklung“, nachdem sich 1898 ein leistungsfähiges Textilunternehmen in Neurod niedergelassen hatte. Ein Amtsbericht von 1911 beschrieb die Gemeinde Reichenbach als „eine der wohlhabenden des Bezirks“, wobei sie bereits damals von ihrem Status als Kurort profitierte.

Der Zweite Weltkrieg brauchte auch für Waldbronn große Not. Danach wurde eine große Anzahl an Vertriebenen versorgt und untergebracht. In den Waldbronner Gemeinden betrug der Anteil der zumeist aus dem Sudentenland, Jugoslawien oder Ungarn ankommenden Menschen rund 17 Prozent an der Gesamtgesellschaft.

Reichenbach konnte Ende der 1960er Jahre bereits auf eine längere Fremdenverkehrstradition zurückblicken. Durch die gezielte „Kurpolitik“ des damaligen Bürgermeisters Alfred Ohl erhielt Reichenbach 1968 die Prädikatisierung als staatlich anerkannter Kurort. Der kurz darauf erfolgte Zusammenschluss zur Gesamtgemeinde Waldbronn ermöglichte den Aufbau eines umfassenden Kurbetriebs.

Im Zuge der Gemeindereform in Baden-Württemberg wurden die drei ehemaligen Stabsdörfer zu einer Gesamtgemeinde zusammengeschlossen. Hinsichtlich der politischen, wirtschaftlichen und religiösen Verflechtungen der Vergangenheit lag diese Entscheidung nahe. Die Vereinigung von Etzenrot und Reichenbach 1971 verlief unproblematisch. Der 1972 erfolgte Zusammenschluss mit Busenbach war hingegen nicht unumstritten. Im Jahre 1974 einigten sich die Vertreter der Ortsteile auf den neuen Gemeindenamen Waldbronn. Im Mai 1982 erhielt die Gemeinde Waldbronn ein neues Wappen, welches Elemente der bisherigen drei Wappen der Waldbronner Ortsteile in sich vereint: Die Pflugschar für Busenbach, den Mond für Etzenrot und den Wellenbalken für Reichenbach.

Durch seine vorteilhafte Lage im Albtal, den Kurbetrieb, aber auch aufgrund der guten Anbindung und der Nähe zur Technologieregion Karlsruhe, hat sich Waldbronn zu einer attraktiven Wohngemeinde entwickelt.

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