GÜTENBACH Teichschlucht
Die Teichschlucht ist eine der spektakulärsten Schluchten im Schwarzwald. Sie liegt westlich von bei Gütenbach. Durch die immer enger werdende Teichschlucht mit einem Gefälle von 13 Prozent führt der Teichbach. Dieser Bach überwindet über viele kleine Absätze kaskadenartig 250 Höhenmeter, bevor er südwestwärts in die Wilde Gutach in Simonswald fließt. Die Schlucht ist besonders wild. Gute Kondition ist erforderlich. Erreichbar ist die Teichschlucht am besten über den Wanderweg ab Gütenbach.
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Die wenig bekannte Teichschlucht zwischen Gütenbach und Simonswald hat es ganz schön in sich. Sie ist wild und bietet spektakuläre Abschnitte. Wer sie durchschreitet (oder besser durch klettert), sollte in jedem Fall trittsicher sein und über eine gute Kondition verfügen. Erreichbar ist die Teichschlucht am besen über den Wanderweg ab Gütenbach (Wanderparkplatz Felsenkeller).
Die Teichschlucht bildet die Grenze zwischen Gütenbach (Schwarzwald-Baar-Kreis) und Simonswald (Landkreis Emmendingen). Durch sie stürzt der aus vier Hochtälern um den Ort Gütenbach kommende Teichbach (früher Woutenbach) südwestwärts zur Wilden Gutach. Sie markiert zugleich das obere Ende des Simonswälder Tal genannten Talabschnitts der Wilden Gutach. In dem schluchtartigen Kerbtal mit einem mittleren Gefälle von 13 Prozent überwindet der Teichbach etwa 250 Meter Höhenunterschied als blockreicher Sturzbach mit drei Kaskadengruppen. Die bis 400 Meter hohen Steilhänge sind von teils waldfreien großflächigen Geröllhalden gekennzeichnet und von Klippen durchsetzt. Der Teichschlucht gegenüber mündet das wasserfallreiche Zweribach-Kar in das Haupttal.
Die Teichschlucht ist Teil einer der schroffsten Tallandschaften der deutschen Mittelgebirge. Das Tal wurde während vergangener Eiszeiten durch Gletscher überformt und ist stark verblockt.
In alten Quellen wird die Teichschlucht noch Deich oder Deichschlucht genannt. Erst seit den 1950er Jahren erscheint sie auf Karten erstmals als Teichschlucht. Auch der Ortsname Gütenbach steht im Zusammenhang mit dem ungestümen Sturzbach. Noch vor 600 Jahren wurde die damalige Siedlung Woutenbach oder auch Wuttenbach, also der „wütende Bach“, genannt. Innerhalb des Ortes Gütenbach fließt der Bach allerdings noch deutlich ruhiger als unterhalb.
In den 1920er Jahren wurde die Teichschlucht von der Ortsgruppe Gütenbach des Schwarzwaldvereins erschlossen. Entlang des Bachverlaufs wurde ein Wanderweg angelegt, heute Teilstück des Querwegs Schwarzwald–Kaiserstuhl–Rhein und im unteren Bereich des Zweitälersteigs. Obwohl der Weg im großen Abstand zum Wasserlauf gebaut wurde, riss der Teichbach 1993 ein Stück des Pfades mit sich.
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