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Baumpatenschaften im Schwarzwald

In den letzten drei Jahren wurden in Deutschland etwa 300.000 Hektar Waldfläche zerstört. Auch den einst üppigen und immergrünen Schwarzwald hat es schwer getroffen. Stephan Pepi und seine Familie aus Berau bei Ühlingen-Birkendorf im Südschwarzwald haben es sich nun zur Aufgabe gemacht, die kahlen Waldflächen mit passenden Mischkulturen wieder aufzuforsten. Und das schaffen die Pepis nicht alleine. Deshalb bieten sie Baumpatenschaften an. Denn "gemeinsam können wir die Aufforstung des Schwarzwaldes vorantreiben und damit einen Beitrag zum Umweltschutz leisten."

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Durch einen Zufall entdeckten wir im Internet die Webseite der Pepis und das Angebot, eine Baumpatenschaft zu übernehmen. Uns war sofort klar: Wir vom www.schwarzwaldfuehrer.de wollten Baumpaten werden. So könnten wir einen kleinen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten und unseren persönlichen CO2-Fußabdruck reduzieren.

Nach der Kontaktaufnahme kam prompt die Antwort: Der finanzielle Beitrag war verschwindend gering; dafür gab's eine Patenschafturkunde, ein Namensschildchen, die Patenschaft für eine Douglasie und die Einladung, an der Pflanzaktion persönlich teilzunehmen.

Baumpatenschaften sind im Trend. Nachdem seit Jahren Patenschaften in den Regenwäldern übernommen werden können, rückt nun auch der Schwarzwald immer mehr in den Fokus. Stephan Pepi: "Lasst uns gemeinsam etwas bewegen, lasst uns den heimischen Schwarzwald für unsere Nachkommen wieder erblühen, damit auch unsere Enkelkinder eine Chance haben, die Schönheit eines dichten, grünen und gesunden Waldes zu erleben und die dort herrschende Artenvielfalt und frische Luft zu genießen."

"Wir sind eine junge Familie und leben in Berau im Südschwarzwald. Unser ganzer Stolz sind – bzw. waren – die Waldflächen, die schon lange im Familienbesitz sind. Durch die Dürre und Hitze während der letzten Sommer und die milden Winter sind die Bäume in unserem Wald extrem geschwächt, so dass der Borkenkäfer leichtes Spiel hatte. Ganze Waldstücke, wo früher dichter Baumbestand war, sind heute kahl. Wenn wir durch unseren ehemaligen Wald gehen, blutet uns das Herz, zumal es uns in der aktuell schwierigen Zeit nicht möglich ist, den Wald wieder so aufzuforsten, wie es notwendig wäre. Der Wald ist unsere grüne Lunge und ein entscheidender Faktor, um den Klimawandel zu bremsen." (Stephan Pepi)

Die Pflanzaktion - gemeinsam mit vielen anderen Paten - war ein echtes Erlebnis. Die aufzuforstende Waldfläche lag südlich von Berau bei Ühlingen-Birkendorf. Wind und Trockenheit hatten ganze Arbeit geleistet und eine riesige Schneise geschlagen. Inzwischenn waren die umgeworfenen Baumriesen fortgeräumt, der Hang - übrigens vor über einem Jahrhundert noch ein Weinberg - war für die Pflanzaktion vorbereitet.

Mit einem guten Gefühl ging's nach der Aktion und einem gemeinsamen, zünftigen Vesper nach Hause. Bei Gelegenheit wollen wir unsere neuen "Patenkinder" wieder besuchen und ihnen beim Wachsen zuschauen... Auf dass sie prächtig gedeihen.

Das machen Baumpaten:
Baumpaten sorgen für mehr Sauerstoff auf der Erde.
Baumpaten kompensieren ihren jährlichen CO2-Ausstoß.
Baumpaten sorgen für mehr Biodiversität.

Weiterführender Link:
www.myblackforest.org

Das machen Bäume

  • Bäume betreiben Photosynthese, bei der sie Wasser, CO2 und Licht in Zellstoff (Glucose) umwandeln. Diesen Zellstoff benötigen die Bäume fürs Wachstum. Als Nebenprodukt entsteht bei der Photosynthese Sauerstoff, das die Bäume in die Luft abgeben und wir diesen so zum Atmen haben. Deshalb nennt man Wälder auch die "Lungen der Erde". Ein Baum gibt pro Tag zwischen 10 und 13 kg Sauerstoff frei. Etwa elf Menschen können hiervon atmen. Baumpaten helfen also mit, die Konzentration des schädlichen CO2 in der Luft zu reduzieren. Damit unterstützen sie Menschen und Tiere zum Überleben.
  • Bäume regulieren aber auch den Wasserhaushalt. Sie speichern sehr viel Wasser und schützen so ihre Umgebung an heißen Tagen vor dem Austrocknen. Das Wasser wird im Stamm, im Wurzelwerk und in den Blättern gespeichert. Die Blätter wiederum schützen den darunter liegenden Boden vor direkter Sonneneinstrahlung. Deshalb bleibt der Boden unter Bäumen länger feucht.
  • Doch Bäumen sichern auch die Artenvielfalt und tragen damit zum Artenschutz bei, weil die Vögel in den Bäumen ihre Nester bauen. Daneben ist in den Bäumen eine Vielzahl an Insekten zu finden. Und die Wurzeln festigen den Boden; Pflanzen und Tiere werden so vor Unterspülungen geschützt.
  • Neben dem schädlichen CO2 filtern Bäume Staub und Partikel aus der Luft. Ein Baum filtert über die Blätter bist zu 100 kg Staub pro Jahr aus der Luft. Wenn es regnet, kann der gesammelte Staub am Stamm zum Boden abfließen.

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