Schopfheim Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten in Schopfheim

Schopfheim im Wiesental liegt zwischen Schwarzwald und Dinkelberg im Tal der Wiese, einem rechten Nebenfluss des Rheins, im Landkreis Lörrach. Unterhalb der Kernstadt, noch auf Schopfheimer Stadtgebiet, mündet die Kleine Wiese in die (große) Wiese. Höchster Gipfel ist der Rohrenkopf über Gersbach (1170m).

Schöne Aussichtspunkte sind Hohe Möhr (983m), ebenfalls zum Schwarzwald gehörig, und Hohe Flum (535m), der höchste Punkt des Dinkelbergs. Schopfheim hat einen Bahnhof und einen Haltepunkt (Fahrnau) an der Regio-S-Bahn-Linie S6 (Basel Badischer Bahnhof – Zell im Wiesental).

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Durch das Stadtgebiet von Schopfheim, etwa bei Raitbach, verläuft die große Verwerfung, die den Südschwarzwald nach Südwesten hin begrenzt. Nördlich, im Bereich Hohe Möhr und Gersbach, dominieren Gneis und Granit, südlich die Decken von Buntsandstein (Entegast) und Muschelkalk (Wiechs, Hohe Flum).

Es ist anzunehmen, dass zu dieser Zeit bereits eine Besiedlung von Schopfheim vorhanden war, da man alemannische Steinkistengräber aus dem 6. Jahrhundert fand. Auch Überreste römischer Mauerwerke, vermutlich aus dem 1. Jh. n. Chr. förderten Archäologen zu Tage.

Schopfheim erfreute sich des besonderen Wohlwollens der Herren von Rötteln. Um das Jahr 1250 erhob Konrad der 1. von Rötteln Schopfheim zur Stadt.

Damit schuf er die Voraussetzungen zum Aufblühen und Gedeihen des Ortes. Als Folge der Stadtgründung entstand ein mit einer Ringmauer, Türmen und einem Graben befestigter Ort mit einem herrschaftlichen Schloss, mit Verwaltung und mit den Höfen von angesehenen Adelsgeschlechtern.

Um die wirtschaftliche Grundlage der jungen Stadt noch zu stärken, überließ Liutold der II. von Rötteln, der letzte seines Geschlechts, im Januar 1314 den Wald mit dem Berg Entegast der Stadt. Die wirtschaftliche Kraft der Stadt wuchs an. Durch die Verleihung des Salzmonopols und das Recht zur Abhaltung von drei Jahrmärkten erfuhr die Wirtschaftskraft wesentliche Unterstützung.

Museum Otto Erich Döbele. Dem Werk von Otto Erich Döbele, Maler und Bildhauer, geboren am 29. Mai 1916, gestorben am 19. März 2009 in Schopfheim im Wiesental, widmet sich ein eigenes Museum. Noch zu Lebzeiten des Künstlers wurde mit der Renovierung und Sanierung der Innenräume seines Elternhauses begonnen. Es zeigt: originelle Plastiken, Installationen aus verstärkter Pappe, in eigenwilliger Komposition mit Kugeln, Schnüren, Drähten zu einem konstruktivistischem Element verbunden. Mit Sprühdose behandelt, erhalten sie einen silbrig-glänzenden metallenen Schimmer und wirken wie Eisen. Adresse: Museum Otto Erich Döbele, Hauptstraße 103 in Schopfheim.

Im Jahre 1529, nachdem die Herrschaft an die Markgrafen von Baden überging, erhielt Schopfheim das Recht ein eigenes Siegel zu führen. Die Reformation des 16. Jahrhunderts blieb auch für Schopfheim nicht ohne Bedeutung. Mit der Markgrafschaft wurde Schopfheim im Jahre 1556 evangelisch. Die aufstrebende Stadt erhielt jedoch mit dem Ausbruch des 30jährigen Krieges einen schwerwiegenden Rückschlag, der die Bedeutung schrumpfen ließ.

Museum der Stadt Schopfheim. Im ehemaligen städtischen Kornspeicher in der Altstadt hinter der mittelalterlichen Stadtkirche St. Michael birgt das Muiseum der ältesten Stadt des Markgräflerlandes (Stadterhebung um 1250) wertvolle Sammlungen zur adeligen und bürgerlichen Wohnkultur. Diese stammen aus der freiherrlichen Familie von Roggenbach (in Schopfheim ansässig ca. 1500 bis 1925) sowie aus Kreisen des Bildungsbürgertums in Schopfheim des 18. und 19. Jahrhunderts. Außerdem werden präsentiert: mittelalterliche Grabtafeln, Design-Sammlung Prof. H. Th. Baumann, Gemäldesammlung Fritz Heeg-Erasmus, ländliche Wohn- und Arbeitswelt in Schopfheim um 1900 bis 1940, Handwerk und Zünfte, von der Leinpflanze zur Tracht, badischer Handarbeitsunterricht und seine Produkte, Suchspiele und Aktionspunkte, Musikautomat “Kalliope” (um 1880, funktionstüchtig), Wechselausstellungen, Kulturprogramm.

Schrecken des Krieges, Hungersnot, Seuchen, Rechtsunsicherheit, Raub und Plünderung, drückende Kriegslasten und die allgemeine Verarmung führten zu Elend und Not. Die Pest leistete auch ihren todbringenden Beitrag. Zerstört war das Schloss und zerfallen die Adelshöfe und Bürgerhäuser. Die Mauern der Stadt, Türme und Tore wurden eingerissen oder vernachlässigt. In der Mitte des 18. Jahrhunderts begann die Industrie mit bescheidenen Anfängen.

Neben einer alten eingesessenen Papierherstellung wurde eine Bleiche, ein Drahtzug, Baumwollspinnereien und Färbereien installiert. Bereits um 1770 gründete Diakon Friedrich Obermüller in Schopfheim eine Lateinschule, in der später der junge Johann Peter Hebel Unterricht erhielt.

Diese Schule entwickelte sich über die höhere Bürgerschule zur Realschule und bis zum heutigen Gymnasium. Am Ende der napoleonischen Kriege ging das Markgräflerland im neugebildeten Großherzogtum Baden auf. Im Zuge der staatlichen Neugestaltung des Landes wurde Schopfheim Sitz eines Bezirksamtes, das im Jahre 1824 am Westende des Lindenplatzes (Marktplatz) seinen Dienstsitz bezog. Das neue Rathaus am Marktplatz wurde 1826 im Stil des Landesbaumeisters Weinbrenner erstellt.

Mit den Voraussetzungen des Bezirksamtes und der Niederlassung der Industrie brachte das 19. Jahrhundert auch viele Entwicklungen des öffentlichen und kommunalen Lebens. Vereine, Banken, Sparkassen wurden gegründet. Das Gaswerk wurde erstellt, die Eisenbahn kam ins Wiesental. Seit 1864 erscheint auch eine Schopfheimer Tageszeitung.

Die neuen Stadtteile hatten teilweise schon in früheren Jahrhunderten eine enge Beziehung zu Schopfheim. Aber auch untereinander waren die Gemeinden teils politisch, teils kirchlich verflochten. Eine historische Verbindung mit den einzelnen Stadtteilen war daher bereits vorhanden.

Am 3. Oktober 2004 wurde eine große Skulptur von Peter Lenk enthüllt. “Leis Kinder leis, draussen schleicht der Preiss”, ein “Heroisches Monument zur badischen Revolution” mit Personen der Geschichte, darunter ein grimmiger Erwin Teufel, der die Staatsmacht verkörpert.


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