Lenzkirch Windgfällweiher

Der Windgfällweiher bei Lenzkirch / Altglashütten

Zwischen dem Titisee und dem Schluchsee liegt der Windgfällweiher. Der kleine See gehört – trotz seiner Nähe zum Schwarzwalddorf Altglashütten (Feldberg) zur Gemeinde Lenzkirch (Raitenbuch).

Der malerisch gelegene See, der nicht nur ein beliebtes Naherholungsgebiet für die Bewohner des nahen Altglashütten (Gemeinde Feldberg im Schwarzwald) ist, wurde in seiner Ursprünglichkeit bis heute kaum verändert. Und das, obwohl an einer Seite ein Strandbad lockt.

Die Abgeschiedenheit und die allzu frischen Wassertemperaturen haben keine Anziehungskraft auf wärme-verwöhnte Wasserratten und garantieren dem Gast daher den ganzen Sommer hindurch eine Idylle, die sonst allenfals noch auf alten Ansichtskarten zu finden ist.

Kaum ein Besucher würde vermuten, dass der Windgfällweiher als Rückhaltebecken für die stromerzeugenden Schluchseewerke dient. Sein maßgeblicher Zufluss ist der Feldsee, der letzte Rest eines Gleschersees unmittelbar unterhalb des Feldberggipfels.

Mittels eines Stollens, der zu Reparaturarbeiten teilweise sogar begehbar ist und der unter anderem unterirdisch direkt durch Altglashütten führt, wird der Windgfällweiher mit Wasser gespeist.

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Der See selbst liegt unmittelbar an der Bundesstraße 500, nur wenige Kilometer vom weitaus größeren Schluchsee entfernt, liegt unweit der Feldberg-Ortschaft Altglashütten, liegt aber auf Gemarkung Lenzkirch. Er kann zwar nicht direkt angefahren werden, jedoch sind zahlreiche Parkplätze so angelegt, dass es maximal 15 Meter bis zur Einstiegsstelle sind.

Für den Tauchgang ist lediglich ein Nasstauchanzug nötig, da sich der See im Hochsommer rasch und durchgehend auf 18 bis 20 Grad Celsius aufheizt und diese Temperatur auch hält.

Nach offiziellen Angaben sind es etwa 15 Meter bis zum Grund. “Wir haben bei unseren bisherigen Tauchgängen nie mehr als fünf Meter gemessen”, stellt Manfred Lang aus Dogern fest, der eine Tauchschule betreibt und gelegentlich im Hochschwarzwald die Seen erkundet.

Durch die überwiegend geringe Tiefe entfällt natürlich jene Abkühlung, die bei vier Metern einsetzt, wie man sie von tieferen Gewässern des Schwarzwaldes her kennt.

Der aufgrund seiner ständigen Wasserzirkulation sauerstoff- und nährstoffreiche See bietet vielfältigen Fischgattungen einen Lebensraum. Steckt man den Kopf unter Wasser und taucht am Ufer entlang, so gelangt man rasch zu einem Wehr, das sich unter Wasser wie ein Miniaturwasserfall darstellt. Unweit davon befindet sich der ansonsten durch Flurbereinigung in anderen Seen kaum noch vorhandene Schilfbereich. Dieser ist gerade für jene Taucher, die der Unterwasser-Makrofotografie “en miniature” frönen, ein Erlebnis. Umgeben vom durch die Fotolinse wie ein riesiger Urwald anmutende Schilfgürtel finden hier unzhlige Kleinstlebewesen, der Beginn der Nahrungskette, Unterschlupf vor größeren Fischen.

Ein Indiz auf das saubere Wasser sind die Seerosen. Doch Vorsicht, denn diese Pflanzen, die oberhalb der Wasserfläche romantische Herzen höher schlagen lassen, können für Taucher zu einer tödlichen Falle werden. Unterhalb der Oberfläche verwandeln sich diese sonst so anmutigenden Gebilde in einen schier undurchdringbaren Dschungel. Magisch von diesem angezogen verfängt man sich sehr leicht in dem Gewirr an Wurzelwerk, das sich dem Taucher entgegen streckt. Aus Sicherheitsgründen sollte die Devise für jeden Taucher heißen: Umtauchen – aber nicht Durchtauchen. Jedes Eindringen in den Seerosenbestand bedeutet aber auch eine empfindliche Störung des ökologischen Gleichgewichts. Ein unabsichtliches Abreißen des teilweise filigranen Wurzelwerkes kann zum Absterben der Pflanzen führen.


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