Hinterzarten Spielzeugmuseum

Spielzeugmuseum in Hinterzarten

Unterhalb der Adlerschanze ist eine verwunschene Welt. In dem zweistöckigen Häuschen ist eine bemerkenswerte Sammlung alter Puppenstuben beheimatet. Hier ist das Spielzeugmuseum “Zum kleinen Hannes” zu Hause.

Die Vielzahl der Sammlung gewährt einen umfassenden Einblick in die Spielwelt der Kinder von 1890 bis in die 1960-er Jahre. Der Besucher, fasziniert von der Reichhaltigkeit der Exponate und der Liebe zum Detail, erfährt anschaulich, wie sich in dieser Zeitspanne die Wohnkultur und Mode geändert haben und kann selbst auf Entdeckungsreise gehen. Kinder erleben die Spielwelt ihrer Eltern und Großeltern, die Erwachsenen werden sich in ihrer eigenen Kindheit wiederfinden.

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Museumsleiterin ist Cornelia Klinck-Leimenstoll. Die Kostbarkeiten in Miniatur sind ihre große Leidenschaft und das seit der Kindheit. Damals hätte sie so gerne mit Puppenstuben gespielt. “Wir hatten zu Hause zwei Puppenküchen. Aber spielen durfte ich damit nicht.

Als sich später der Traum erfüllte, “entstanden Wünsche.” Damit war der Grundstock für die heutige Sammlung gelegt. 1998 kaufte Cornelia Klinck-Leimenstoll das ehemalige Jagdhaus. “Da habe ich noch nicht an das Museum gedacht.” Zwei Jahre lang wurde renoviert. “Mit dem Haus kam die Idee, ein Museum einzurichten.” Zugleich wurde das ehemalige “Haus Hubertus” in “Haus Johannes” umbenannt, und das entstehende Spielzeugmuseum im Erdgeschoss bekam den Namen “Zum kleinen Hannes”. Damals vor zehn Jahren war ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen.

Die Vielfalt an Puppenstuben und -küchen ist überwältigend. Mit großer Hingabe und Liebe zum Detail hat Cornelia Klinck-Leimenstoll alte und nicht selten arg ramponierte Exponate originalgetreu repariert und renoviert, hat fehlende Tischbeinchen nachgearbeitet, Farben von Anno dazumal aufgetragen. Das gelang ihr so gut, dass an keinem der Stücke die Reparatur zu erkennen ist. Ihre handwerkliche Begabung kam ihr dabei zu Nutze.

Erinnerungen an die Kindheit auf Schritt und Tritt. Das Spielzeugmuseum in Hinterzarten ist ein Paradies für Liebhaber von Puppenstuben und Spielzeug aus vergangenen Jahrhunderten.

Der ganze Stolz aber ist eine Burg von 1890. Mit ihr spielte einst ihr Opa. Nichts deutet darauf hin, dass die Zinnen erneuert werden mussten. Um die Burg herum gesellt sich ein Heer marschierender, prächtiger Zinnsoldaten, während eine prachtvolle Pferdekutsche gerade zur Burg hinauf fährt.

Unbedingt sehenswert sind aber auch die zahlreichen Küchen, Wohnstuben und Schlafzimmer. Sie vermitteln einen authentischen Einblick in die Wohnkultur der unterschiedlichsten Epochen. Sie belegen aber auch die Einfachheit, in der sich die Menschen in den letzten 200 Jahren zurechtfinden mussten.

Kaufläden früherer Epochen hatten nichts mit den heutigen Einkaufstempeln zu tun. Damals wurden Mehl, Zucker und alle anderen Zutaten noch fein säuberlich gewogen und abgepackt, je nach Wunsch des Kunden. Ähnlich waren die Apotheken eingerichtet mit ihren riesigen Schränken und den zahllosen Schublasen, in denen die Mixturen, Pülverchen und Heilmittel darauf warteten, je nach Rezeptur vermischt zu werden.

Öffnungszeiten: Bitte beachten Sie die Angaben auf der Homepage www.spielzeugmuseum-hinterzarten.de


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