Hausach Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten in Hausach im Kinzigtal

Etwas unterhalb des Zusammenflusses der Gutach in die Kinzig liegt zu Füßen der Burg Husen das Städtchen Hausach. Es wird umrankt von den gewaltigen Bergmassiven des Brandenkopfes (947 m) und des Farrenkopfes (789 m).

Mit seiner Lage von 214 m ü.d.M. befindet sich der Ort in einer geschützten Talaue, die von der Schönheit des Schwarzwaldes geprägt ist und vom milden Klima der Rheinebene begünstigt wird. Flurnamen deuten darauf hin, dass mit den Kelten erstmals Menschen ihre Füße in diese Gegend setzten. Die von den Römern 74 n.Chr. erbaute Straße von Straßburg nach Rottweil führte hier vorbei.

Dann siedelten nach und nach die Alemannen in diesem Gebiet an. Zwischen Hausach und Haslach, am Fischerbach, verlief einmal die Gaugrenze zwischen der Bertholdsbaar und der Ortenau, der sich die Kirche bei der Einteilung der Diözesen Konstanz und Straßburg anschloss (erst 1827 wurde das Erzbistum Freiburg gegründet). Fest steht, dass als erstes Gemeinwesen die bäuerliche Markgenossenschaft Einbach bestanden hat, in deren Mitte im 11. Jahrhundert die Dorfkirche erbaut wurde.

Schwarzwald-Modellbahn. Wer in Hausach auf seinen Zug wartet, dem droht keine Langeweile – im Gegenteil: Die Schwarzwald-Modellbahn gegenüber vom Hausacher Bahnhof hat selbstverständlich ihre Pforten geöffnet. In einer großen Halle befindet sich hier die größte europäische Modelleisenbahn nach realem Vorbild, die berühmte Schwarzwaldbahn, en miniature. Hier einige Stichworte: 120 Züge, 1300 Meter Gleise, 1200 qm Modellbahnausstellung, 400 qm Anlagengröße im Maßstab 1:87, Spur H0, Roco-Linien-Gleise, Bahnhofslängen bis zu 14 Meter, komplett digital gesteuert, 1, 80 Meter Höhenunterschied, 40.000 Tannenbäume, Originalnachbildungen der Bahnhöfe Hausach, Hornberg, Triberg. Zudem Verkauf von Videos, Büchern und Fachzeitschriften.

Später, etwa um 1220, erhob sich dann auf der beherrschenden Bergnase die Burg Husen zum Schutze der Handelsstraße und dem in den Tälern betriebenen Silberbergbau. Dann entstand unter der Feste die Stadt Hausach, die erstmals 1259 als “stat” urkundlich Erwähnung fand. Zwischen den beiden fürstenbergischen Amtsstädtchen Haslach und Wolfach hatte Hausach, obwohl auch etwa 500 Jahre unter dem Zepter der Fürstenberger, keinen leichten Stand. Dazu kam noch die strategische Lage an der Talenge und der Abzweigung ins Gutachtal, die Feinde anzog und mit ihnen Plünderung, Brandschatzung, Zerstörung, Seuchen, Hunger und Tod. Nur die Zollstätte brachte etwas Geld in die meist dürftig gefüllte Stadtkasse.

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1766 löste sich der Sulzbach und der Adlersbach von Hausach als selbstständige Gemeinde Sulzbach ab, die sich dann aber 1921 dem Einbacher Gemeinwesen anschloss. So umfasste das Hausacher Kirchspiel über lange Zeit die politischen Gemeinden Hausach, Einbach und Sulzbach.

Erst der Bahnbau 1866 von Offenburg nach Hausach, dann 1873 bis Villingen und 1886 hinauf nach Freudenstadt, gab dem städtischen Gemeinwesen einen spürbaren Auftrieb. Hausach wurde Eisenbahnerstadt. Auf der Grundlage des einstigen Bergbaus und des Hammerwerks entwickelte sich Hausach auch zur Industriestadt und Schulstadt des Kinzigtals. 1971 wurde die Eingemeindung von Einbach zu Hausach vollzogen. An zwei wichtigen Bundesstraßen gelegen, steigerte sich in den letzten Jahrzenten das Verkehrsaufkommen im Ortsetter ins unerträgliche Maß. Im Dezember 1995 konnte endlich durch die Eröffnung der Umgehungsstraße mit einem großen Tunnel die langersehnte Verkehrsberuhigung erzielt werden. Dadurch kann die Lebensqualität in Hausach verbessert werden, in einer Stadt, die sich seit 1945 durch Industrieansammlung und -erweiterungen, vorallem aber durch zahlreiche Neubaugebiete im Herzen des Schwarzwaldes, inmitten einer herrlichen Landschaft mächtig erweitert hat (Kurt Klein im Januar 2000).


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