Wandern

Wandern Sie sich gesund

Immer mehr Menschen gehen auf Wanderschaft. Und der Schwarzwald ist das ideale Terrain dafür. Die Landschaft ist herrlich schön und das zu jeder Jahreszeit. Und wandern ist sehr gesund, beugt Krankheiten vor und macht den Kopf wieder frei. Wandern macht einfach Spaß. Wandern hat eine Menge von Vorteilen. Man muss es nicht erlernen, benötigt keine teure Spezialausrüstung, muss nicht weite Strecken zurücklegen.

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Wandern in der klaren, würzigen Luft des Schwarzwaldes ist besonders gesund. Der Herbst ist die ideale Zeit fürs Wandern. Alles, was Sie benötigen, sind bequeme, feste und wasserfeste Schuhe, wetterfeste Bekleidung und eine Kopfbedeckung. Bei den Schuhen ist auf eine Gummi-Profilsole zu achten, ebenso sollten die Schuhe schon zu Hause eingelaufen sein. Dann steht dem Ausflug in die Natur und in den Schwarzwald nichts mehr im Wege.

Das passiert beim Wandern

  • Beim Wandern wird der ganze Körper trainiert, am meisten die Beine. Dabei wird die Beinmuskulatur sanft und gleichmäßig durchblutet sowie elastisch gehalten. Muskelzerrung oder Muskelrisse gibt es keine.
  • Weil der Fuß ständig Bodenkontakt hat, werden die Fußstohlen permanent massiert. Muskeln, Wirbelsäume und alle inneren Organe werden positiv beeinflusst.
  • Kräftige Schritte werden bis ins Gesäß gespürt. Dabei werden Beckenmuskulatur, Gesäß- und Bauchmuskulatur angeregt. Das fördert ebenso die Verdauung.
  • Selbst die locker mitschwingenden Arme werden besser durchblutet. Zugleich entspannen Schultern und Nacken.
  • Schonend gestärkt werden Bänder, Sehnen und Gelenke. Zu Verletzungen wie beim Laufen kann es nicht kommen.
  • Selbstverständlich stärkt das Wandern den Kreislauf, fördert die Sauerstoffaufnahme und aktiviert Lunge und Herz. Aber es baut auch Stress ab, macht die Muskeln geschmeidig und fördert die allgemeinde Kondition sowie den Schlaf.
  • Regelmäßiges Wandern fördert die geistige Konzentration. Das Gehirn freutlich über die Extra-Portionen an Sauerstoff. Wenn das Gehirn auch nur 2 Prozent des menschlichen Körpergewichts ausmacht, so beansprucht es bei jedem Atemzug 40 Prozent des aufgenommenen Sauerstoffs.
  • Üblicherweise ist unsere Umgebung laut. Das stört das vegetative Nervenstystem. Wandern eröffnet die Chance, die Stille in der Natur zu genießen. Die Ruhe von Wald und Wiese überträgt sich auf den Organismus. Probieren Sie’s aus, schalten Sie ab und sammeln Sie neue Kräfte – seelische als auch körperliche. Nach einer Wanderung kann man sich wieder voll konzentrieren. Zugleich wird man hinterher mit Problemen leichter fertig. Die Stille schärft zugleich den Gehörsinn.

Ausrüstung & Essen

Ältere Menschen sowie Kinder sollten als kleine Hilfe einen Wanderstock benutzen. Übrigens, wer wandert, sollte so wenig wie möglich tragen und wenn, dann nur gleichmäßig in einem Rucksack verteilt. Der Wanderer muss unbedingt ein paar wesentliche Dinge mithaben: eine gefüllte Wasserflasche, in der auch ein Kräutertee oder eine Mischung aus Apfelsaft und Wasser 50 zu 50 enthalten ist, einen Regenschutz, Sonnenbrillen und ein paar Socken, wenn Sie unterwegs wechseln wollen. Und natürlich mu0 auch ein Erste-Hilfe-Set dabei sein.

Am besten alle 30 Minuten trinken. Nicht warten, bis sich der Durst einstellt. Beim Wandern schwitzt man in einer Stunde bis zu 3 Liter Flüssigkeit aus. Wenn Sie diese nicht nachliefern, kann es zu Schwindel, Erbrechen und Muskelkrämpfen kommen. Schwarztee oder Kaffee sind nicht die idealen Getränke beim Wandern. Essen sollte man während des Wanderns besonders leicht verdauliche Speisen.

Wandervorschläge

Peterstaler Schwarzwaldsteig & Griesbacher Wiesensteig. Bad Peterstal-Griesbach verfügt gleich über zwei Premiumgwanderwege. Genussvolles Wandern ist auf dem Premium-Rundwanderweg Griesbacher Wiesensteig garantiert. Auf rund 11 km führt der Premium-Rundwanderweg durch die wildromantische Schlucht der wilden Rench. Der zweite Premiumwanderweg, der Peterstaler Schwarzwaldsteig ist ein Weg, der durch seinen Facettenreichtum und seinen Anspruch besticht. Schon der Auftakt kurz nach dem Start am Bahnhof Bad Peterstal ist ein Abenteuer: Über Felsblöcke geht es im Bachbett der Rench entlang.

Könige der Düfte. Der 32 Kilometer lange Rosen-Wanderweg ist eine Rundstrecke der ganz besonderen Art. Von Weilheim ausgehend und über das Rosendorf Nöggenschwiel hinaus, führen verschiedene Wegevarianten zu unzähligen Rosenstationen. Die dort aufgestellten und interessanten Hinweistafeln informieren über die farbenprächtigen Rosenarten sowie die Historie der einzelnen Ortsteile.

Heckenlandschaften. Warum mögen Bienen zum Beispiel neben duftenden Rosen auch die einzigartigen Bräunlinger Heckenlandschaft? Dies und noch vieles mehr kann man auf dem vier Kilometer langen Heckenerlebnispfad erfahren. Beim Durchwandern gewinnt man tiefe Einblicke in die heimische Tier- und Pfanzenwelt.

Naturheilkraft am Wegesrand. Gegen fast alles ist ein Kräutlein gewachsen. Der Heilkräuterlehrpfad in Hfingen zeigt auf einem etwa vier Kilometer langen Rundweg die Vielfalt der Natur und informiert mit Hilfe von zahlreichen Schautafeln über die einzelnen Pflanzen.

Renchtalsteig. Der 100 Kilometer lange Renchtalsteig ab und bis Oberkirch sowie der 108 Kilometer lange Zweitälersteig ab und bis Waldkirch tragen jetzt das Gütesiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“. Beide Wege führen im weiten Rund vom Westrand des Mittelgebirges um beeindruckende Tallandschaften auf die Höhen des Schwarzwaldes und zurück.
Lauterbacher Wandersteig & Geroldsecker Qualitätspfade. Seit Frühjahrsbeginn gibt es zwei neue „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ im Schwarzwald. Der „Lauterbacher Wandersteig“ und der „Geroldsecker Qualitätsweg“ ergänzen die bisher sechs ausgezeichneten langen Qualitätswege um kürzere Strecken.

Bernauer Hochtalsteig. Landschaftliche Vielfalt und herzhafte Regionalküche ? dafür ist der Schwarzwald bekannt. Um beides intensiv genießen zu können, gibt es in Deutschlands höchstem Mittelgebirge die “Schwarzwälder Genießerpfade”. Neu hinzugekommen ist der Bernauer Hochtalsteig. Der anspruchsvolle Weg führt auf naturnahen Pfaden mit eindrucksvollen Schwarzwald- und Alpenpanoramen rund 16 Kilometer entlang des 900 Meter hoch gelegenen Hochtals. Auf acht Himmelsliegen kann man die herrliche Aussicht auf sich wirken lassen. Durch Hochweiden und Bergwald geht es über das 1349 Meter hohe Spießhorn zur Krunkelbachhütte und durch die sonnigen Bergwiesen am Südwesthang wieder zurück.

Der Mittelweg über den Schwarzwald

233 km im Schwarzwald von Pforzheim nach Waldshut – Der “Mittelweg” des Schwarzwaldvereins von Pforzheim im Norden bis Waldshut am Hochrhein blickt auf 100 Jahre zurück. Als Höhenweg II – Mittelweg war er vor hundert Jahren das erste Gemeinschaftsprojekt der beiden Schwarzwaldvereine – dem Badischen und Württembergischen, die es bis zum Zusammenschluss 1934 als selbstständige Vereine gab. Vorbild für die Planung und Markierung dieses zweiten Höhenweges im Schwarzwald war der Höhenweg I, der bekannte Westweg von Pforzheim nach Basel. Bei aller Ungeduld des Württembergischen Schwarzwaldvereins wurde die Erfahrung des Brudervereins und der Rat Philipp Bussemers genutzt und gemeinsam ans Werk gegangen. Die Strecke Pforzheim – St. Georgen wurde vom Württembergischen Verein markiert und ausgeschildert. Der weitere Weg über die Höhen des Südschwarzwaldes wurde vom Badischen Verein übernommen. Als gutes Omen für die Zukunft wertete Bussemer diese Zusammenarbeit, – denn vereinte Kraft viel Gutes schafft.

Es lohnt sich den „Mittelweg“ zu entdecken. Auf liebenswürdige Art lässt er Kultur und Natur am Wegesrand erleben, schafft die Begegnung mit Land und Leuten und so manchem Ort und Städtchen am Wegeslauf. Alte Karten und Wanderführer verraten uns, dass der Weg in all den Jahren gelegentlich auch mal einer Straße ausweichen musste. Aber trotzdem hat dieser von unseren Groß- und Urgroßvätern erkundete und markierte Weg bis heute nichts von seinem Reiz verloren.

In neun Tagesetappen erschließt die rote Raute mit senkrechtem weißen Balken dem Wanderer die Landschaft über die Höhen auf dem 233 km langen „Mittelweg“.

Er führt aus der Goldstadt Pforzheim über die Enz- Nagoldplatte mit Büchenbronner Aussichtsturm ins Enztal. Über die Hochmoorflächen „Wildseemoor“ und „Hohlohsee“ – dem höchsten Punkt des Weges im Nordschwarzwald – werden aussichtsreiche Pfade oberhalb des Murgtales erreicht, die durch das Quellgebiet von Enz und Nagold nach Freudenstadt führen. Alte Grenzsteine und unberührte Natur begleiten den Wanderer auf weiten Strecken. Von Schiltach im Kinzigtal sind gut 550 Meter Anstieg auf den Mooswaldkopf zum Wanderheim – Gedächtnishaus Fohrenbühl mit Aussichtsturm zu bewältigen.

Hier im Mittleren Schwarzwald wandelt sich die Umgebung: das Land wird offener, Wälder wechseln sich ab mit Feldern, Weiden, saftigen Wiesen und weit verstreute Höfe säumen häufiger den Weg. Die Täler der kleinen Flüsse schneiden in die Landschaft ein und bescheren dem Wanderer immer wieder Auf- und Abstiege. Er stößt auf den bäuerlichen Alltag im Schwarzwald und kommt durch Orte, die vom Handel und Handwerk der Region zu erzählen wissen. Flößerei, Glasmacher, Uhrenträger, Korb- und Schindelmacher, Strohflechterei und nicht zuletzt der Bollenhut sind am Weg zu Hause.

Über St. Georgen, Stöcklewaldturm und Furtwangen wird schließlich von der „Kalten Herberge“, der Europäischen Wasserscheide, der Südschwarzwald mit Neustadt und dem Hochfirst erreicht.. Er ist der östlichste Gipfel des Hohen Schwarzwaldes und mit 1116 Metern der höchste Punkt des Weges.

In Lenzkirch hat der Wanderer die Wahl zwischen zwei gleichermaßen attraktiven Varianten. Die westliche Strecke führt über Schluchsee, Häusern und Höchenschwand auf den Höhen oberhalb des Schwarzatales mit Kapellen und Kreuzen am Wegesrand nach Waldshut. Die östliche Strecke erreicht ihr Ziel über Rothaus (Badische Staatsbrauerei) und die Felsentäler von Mettma und Schlücht.
Es lohnt sich den „Mittelweg“ zu entdecken. Auf liebenswürdige Art lässt er Kultur und Natur am Wegesrand erleben, schafft die Begegnung mit Land und Leuten und so manchem Ort und Städtchen am Wegeslauf.


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