Krippenausstellungen

Das Christuskind unterm Schwarzwälder Weihnachtsbaum

Die Adventszeit ist für viele Menschen die schönste Zeit im Jahr. Mitten im Adventstrubel zwischen Lichterketten und Tannenzweigen hat im Schwarzwald die Krippe mit dem Christuskind ihren festen Platz. Traditionell stehen meist selbst gebaute Krippen unter den Weihnachtsbäumen. Besucher können Krippen aller Art und Größe bei zahlreichen Krippenausstellungen bestaunen.

Eine bundesweit einmalige, weihnachtliche Sonderausstellung ist im Museum Fürstenberger Hof in Zell-Unterharmersbach zu sehen: Auf 800 Quadratmeter Fläche können Besucher vom 30. November 2019 bis 12. Januar 2020 die 300 schönsten und wertvollsten Krippen aus der Sammlung des Volkskundlers Prof. Hans-Jürgen Rau bestaunen. Die Krippen stammen unter anderem aus Deutschland, Österreich, Italien, Spanien, Polen, Russland, Korea, China, Australien, Afrika und Südamerika. Besonders ungewöhnlich muten die Krippen aus Nigeria mit ihren Bambushütten an, genauso wie die „Schrottkrippe“ des italienischen Künstlers Roberto Cipollone oder der heilige Stall aus Litauen mit den typischen osteuropäischen Zwiebeltürmen.

Einmaligkeitscharakter weist auch die Lichterwaldkrippe in der Pfarrkirche St. Georg in Berghaupten auf: Sie punktet mit ihrer leuchtend sichtbaren Einbettung in einen lichterübersäten Tannenwald hoch über dem Altar. Die 1,20 Meter großen Krippenfiguren sind aus Ton modelliert und können vom 25. Dezember 2019 bis 19. Januar 2020 auch außerhalb der Gottesdienste besichtigt werden. Am 29. Dezember 2019 spielt und singt der Wandererchor Windschläg im Wechsel mit der Stubenmusik aus St. Georgen vor der Lichterwaldkrippe. Das Konzert beginnt um 17 Uhr, der Eintritt ist frei.

In Enzklösterle im nördlichen Schwarzwald hat Theo Gütermann seit 1988 die nach eigenen Angaben „größte handgeschnitzte Weihnachtskrippe der Welt“ geschaffen. Sie beherbergt 20 lebensgroße Figuren vom Lamm bis zum Kamel, vom Hirtenjungen bis zum mehr als zwei Meter großen Engel. Neben der „weltgrößten Weihnachtskrippe“ hat Theo Gütermann rund 60 Krippen aus aller Welt für seine Ausstellung „Krippena 2000“ zusammengetragen. Darunter sind prächtige Dioramen, eine Pfeifenkrippe aus Mallorca, eine Krippe in einer Flasche und eine besonders kleine Weihnachtskrippe in einer Haselnuss. Die Schnitzwerke sind das ganze Jahr dienstags bis sonntags von 9.30 bis 17.30 Uhr zu besichtigen. Der Kauf von Krippen und Krippenzubehör ist ebenfalls möglich.

Auch im festlich geschmückten Weihnachtsdorf der Dorotheenhütte in Wolfach herrscht das ganze Jahr über Weihnachten. Im Weihnachtsdorf sind rund 15 Krippen, wertvolle Glaskunst und liebevoll dekorierte Marktstände zu sehen. Die rund 50 Baumschmuckserien sind mundgeblasen und handdekoriert. Zudem gibt es zahlreiche weitere Accessoires, um das eigene Zuhause weihnachtlich zu schmücken. Das Weihnachtsdorf ist täglich von 9 bis 17.30 Uhr geöffnet.

Ganzjährig geöffnet bei vorheriger Anmeldung ist auch die 51 Exponate umfassende Völkerkrippenausstellung des Schramberger Künstlers Albert Fehrenbacher. Besonders ist etwa die „Völkerkrippe von Bethlehem“: Sie zeigt die Geburt Jesu aus der Sicht von 22 Ländern.
Neben den Völkerkrippen kann man in der alten St. Laurentius-Kirche in Schramberg-Sulgen zu Weihnachten auch die Großkrippen des Künstlers Josef Grimm bestaunen. Er baute fünf historische Gebäude aus Sulgen maßstabsgetreu nach und verwandelte sie in Großkrippen. Die Kirche ist ab dem dritten Adventssonntag (geschlossen am 24. Dezember und an Silvester) und in den ersten beiden Januarwochen 2020 jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Traditionelle Krippen mit orientalischem Flair, typische Bauern- und Scheunenkrippen aus dem Schwarzwald und alte Adventskalender finden sich im Heimat- und Kleinbrennermuseum in Steinach im Kinzigtal. Das Museum hat an den Adventssonntagen von 16.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.


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