Blumberg Sauschwänzlebahn

Die Sauschwänzlebahn in Blumberg

Die Stadt Blumberg hat die als “stregische Bahn” vor einem Jahrhundert gebaute Bahnstrecke zwischen Blumberg-Zollhaus und Weizen im Jahr 11977 als Museumsbahn für Dampfzüge in Zusammenarbeit mit der Eurovapor in Betrieb genommen.

Die Museumsbahnstrecke hat eine Länge von 25 km. Dank der tatkräftigen Unterstützung zahlloser freiwilliger Helfer ist die “Sauschwänzlebahn” zu einem Touristenmagneten ohnegleichen geworden.

Als die DB auf der Strecke endgültig den Betrieb einstellte, obwohl die Strecke durch die Nato renoviert wurde, war das Bestreben vom Eurovapor – Präsident Mollet und dem damaligen Vizepräsident Dorner sowie dem Bürgermeister Gerber aus Blumberg diese Bahn als Museumsbahn zu erhalten.

Allein bei einer Sonderfahrt im September 1969 wurden 800 begeisternde Personen gezählt. Die Stadt Blumberg und mit der Unterstützung der Eurovapor eröffneten am 21. Mai 1977 den Museumsbetrieb mit Dampfzügen. In der 1. Saison waren ca. 20.000 Fahrgäste zu verzeichnen, im 10. Betriebsjahr schon 80.000 Fahrgäste.

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In diesen Jahren war der Museums – Bahnbetrieb „ International “, in einer deutschen Stadt, österreichische Dampfloks und schweizerische Wagen Im April 1987 konnten 10 Jahre Museumsbahn Wutachtal, 25 Jahre Eurovapor und 100 Jahre Baubeginn der Bahnstrecke gefeiert werden.

Am 1. Juni 1988 erwarb die Stadt Blumberg symbolisch für 1,00 DM von der Deutschen Bundesbahn die Strecke. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Stadt Blumberg die Strecke von der DB gepachtet. Im Jahr 1988 wurde die gesamte Museumsbahn Wutachtal zum Nationalen Denkmal erklärt. Somit gehört sie zu den bedeutendsten Denkmälern in Deutschland und ist wie z.B. dem Reichtags – Gebäude in Berlin oder dem Kölner Dom gleichgestellt.

Seit der Übernahme 1988 bis 1997 wurden umfassende Instandsetzung der Brückenbauwerke, Tunnels und des Oberbaus ausgeführt. Die Gesamtkosten betrugen nahezu 14 Millionen DM. Durch die Förderung des Bundes und des Landes Baden – Württemberg, der IG WTB e.V. und private Sponsoren wurde ein Betrag in Höhe von 12.000.000 DM aufgebracht und nur so konnte die Stadt Blumberg die Instandsetzung durchzuführen.

Ein besonderes Juwel badischer Eisenbahngeschichte, das Reiterstellwerk vom Bahnhof Konstanz erbaut 1886, fand 1998 im Bereich des Bahnhofs Blumberg – Zollhaus ein neues Zuhause. Das Fahrtenprogramm umfasst planmäßige Dampfzüge und Sonderzüge, die den individuellen Wünschen der Bahngäste angepasst werden können, auf der Museumsstrecke. Die Attraktivität der Sauschwänzlebahn ist enorm, denn mittlerweile können jährlich über 100.000 Fahrgäste begrüßt werden.

Beim Saisonstart 2001 wurde von der WTB e.V., sie führt den Betrieb im Auftrag der Stadt Blumberg aus, 4 Personenwagen deutscher Bauart in den Museumszug eingestellt. Den Namen „ Sauschwänzlebahn“ verdankt die Bahn der Gleisführung speziell beim Kreiskehr-Tunnel, die die Form eines Schweineschwänzchens beschreibt.

Zeit ihres Lebens war die Wutachtalbahn die Bahn der Merkwürdigkeiten und Überraschungen. Die schönste Überraschung aber hielt das Schicksal für diese Bahn just in dem Augenblick bereit, als über sie das Todesurteil gesprochen worden war: das Jahr 1977. Erst in diesem Jahr begann die Bahn zu leben, wie sie in sechseinhalb Jahrzehnten des offiziellen Betriebs nie gelebt hatte. Der Kampf und Einsatz um das Zustandekommen eines Museumsbahnbetriebs begann bereits 1955.


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