Baden-Baden Caracalla-Therme

Caracalla-Therme in Baden-Baden

Begeben wir uns nun nach Nordbaden in die kleinste Weltstadt, wie Baden-Baden liebevoll bezeichnet wird. Die „Sommerhauptstadt Europas“, wo sich die elegante Welt in den Luxisherbergen, im Spielkasino, zu den Galopprennen in Iffezheim oder im Festspielhaus trifft, liegt eingebettet in einer herrlichen Landschaft und verfügt über ein ausgesprochen angenehmes Klima und vor allem über die bis zu 68 Grad Celsius warmen Thermen.

Die Heilkraft der Thermalquellen, die im Talkessel der Oos entspringen, war ebenfalls schon den Römern bekannt. Sie nannten sie Aquae Aureliae. Auf dem Schlossberg errichteten die Franken eine Königspfalz; zu ihren Füßen entstand die Stadt. Baden-Baden war schon immer etwas Besonderes.

Markgraf Christoph I. verlegte 1479 seine Residenz ins Neue Schloss und ließ die Stadt mit einer Mauer befestigen. Im Jahr 1507 erließ er sogar eine Stadtordnung für das Bäder- und Herbergswesen. Nach kriegerischen Auseinandersetzungen und der damit verbundenen Zerstörung im 17. Jahrhundert kam Baden-Baden 1771 durch Erbvertrag an Baden-Durlach. Zu Anfang des 19. Jahrhunders wurde es durch Napoleon sogar Sommerresidenz des neuen Großherzogtums Baden-Baden.

Heute bietet die Caracalla Therme im Herzen der Stadt, die aus dem früheren Augustabad hervorgegangen ist, Wellness auf paradiesische Art und Weise. Hier lässt es sich entspannen zwischen edlen Marmorsäulen und eintauchen in das meerblaue Innenbecken des gläsernen Badetempels.

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Aus 2000 Metern Tiefe sprudeln zwölf heilsame Thermalquellen und sorgen für unvergesslichen Badegenuss auf knapp 4000 Quadratmetern. Ob romantische Heiß- und Kaltwassergrotten, spritzige Whirlpools, Wasserfälle, Strömungskanäle oder wohltuende Massagedüsen – all dies hat das moderne Thermalbad zu bieten. Spätestens beim heißkalten Genusserlebnis in der römischen Saunalandschaft vergisst man die Welt um sich herum.

Die große, neue Aufguss-Sauna „Spectaculum“ bietet Platz für bis zu 60 Personen und sorgt mit außergewöhnlichen Themen- und Erlebnisaufgüssen für einmalige und unvergessliche Saunamomente. Zusätzlich lädt das neue moderne Dampfbad mit farblich wechselnder Beleuchtung zum Entspannen pur ein.

Höhepunkt klassischer Badekultur bietet insbesondere das Friedrichsbad, einer der schönsten Badetempel Europas. Als einst der berühmte amerikanische Schriftsteller Mark Twain nach Bürstenmassage, Heißluft- und Thermaldampfbad sanft in den angewärmten Badelaken entschlummerte, schrieb er später schwärmerisch an einen Freund: “Hier im Friedrichsbad vergessen Sie nach 10 Minuten die Zeit und nach 20 Minuten die Welt”. Das trifft auf einzigartige Weise zu. Am Fuße der romantischen Altstadt gelegen, vereinen sich römische Badekultur und irische Badetradition und das seit über 125 Jahren. Der Anblick kunstvoller Fresken, die das Herzstück der Therme, die runde Kuppel über dem Römisch-Irischen Bad zieren, ist gleichsam Balsam für Körper und Seele. Im Friedrichsbad lässt sich exklusives Badevergnügen auf einem speziellen Rundgang mit 17 Stationen erleben. Die wechselnden Temperaturen und das wertvolle Thermalwasser in den verschiedenen Badeformen garantieren Entspannung. Abrunden sollte man sein Wohlfühlerlebnis mit einer Seifenbürstenmassage.

Übrigens, die römische Vergangenheit lässt sich heute noch in einem kleinen Teil bestaunen und zwar von der Tiefgarage unter dem Römerplatz aus. Vermutlich handelte es sich bei den um 117 nach Christus angelegten Bädern um ein Soldatenbad. Noch immer gut zu erkennen ist die einst leistungsfähige Warmluftheizung unter den Fußböden.

Das heilkräftige Wasser sprudelt aus rund 2000 Metern 50 bis 68 Grad Celsius warm aus den Quellen. Unterhalb des Neuen Schlosses am Florentinerberg befindet sich das Quellschutzgebiet mit den vielen Quellaustritten des Thermalwassers. Hauptbestandteile des Thermalwassers sind Natrium, Chlorid, Fluor, Lithium, Kieselsäure und Bor. Mit einer Schüttung von 800.000 Litern pro Tag Tag werden rund 2400 Kilogramm Mineralien gefördert. Somit gehören die Baden-Badener Quellen zu den mineralreichsten Wässern in ganz Baden-Württemberg. Es sind genau diesen Stoffe, denen die heilende Wirkung zu verdanken ist. Ob Herz- oder Kreislaufbeschwerden, Stoffwechselstörungen oder Atemwegserkrankungen – die Heilkraft der Quellen fördert Wohlsein und Genesung. Darüber hinaus sorgt das Thermalwasser aufgrund seiner Wärme und Inhaltsstoffe für die Durchblutung von Muskulatur, Gelenke und Haut.

Die Quellen des Baden-Badener Heilwassers

Die zwölf Quellen Kühler Brunnen, Lauer Brunnen, Brühquelle, Fettquelle, Höllquelle, Murquelle, Florentinerquelle, Klosterquelle, Freibadquelle, Friedrichsquelle, Schwarzwaldquelle, Judenquelle wurden Ende des 19. Jahrhunters in drei Stollen zusammengefasst: Frieddrichsstollen, Kirchstollen und Neuer Stollen. Diese Stollen versorgen jetzt als Mischwasser das Friedrichsbad, die Caracalla Therme, den Reiherbrunnen und die Trinkhalle. Die Temperaturen reichen dabei von 32 bis 68 Grad Celsius. Der Friedrichsstollen ist der Hauptstollen. Er fördert rund zwei Drittel der gesamten Wassermenge.


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