Bad Peterstal-Griesbach Mineral- und Moorheilbad

Mineral- und Moorheilbad Bad Peterstal-Griesbach.

Die beiden alten Heilbäder Peterstal und Griesbach liegen zu Füßen des Kniebis im Tal der Rench. Seit dem 17. Jahrhundert wurden sie von Matthäus Merian gerühmt: „…kommen zu Hülff dem Zipperlein und der Gliedsucht, machen Lust zu Essen, verzehren all Fäulniß und reinigen das Geblüt.“ In den im Zuge der Gemeindereform zusammengeschlossenen Kurbädern werden Stoffwechselerkrankungen, Herz- und Kreislaufbeschwerden, rheumatische Erkrankungen und Erschöpfungszustände behandelt. Die relativ kleine Gemeinde hat sich aufgrund seiner Wässer einen Namen weit über die Landesgrenzen hinaus gemacht.

Im staatlich anerkannten Mineral- und Moorheilbad sowie Kneipp-Kurort können sich die Gäste ganz auf ihre Gesundheit konzentrieren, ob bei einer Kur oder Wellness. Dazu bieten Gesundheitseinrichtungen eine Vielfalt an Anwendungen und Therapien an. Dabei kommen bei den Kuren nur natürliche Heilmittel, wie Heilmoor und Heilwasser zum Einsatz. Weiterhin stehen Kneipp-Wassertretstellen an idyllischen Plätzen im Ort zur Nutzung bereit.

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Wurden bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts allein die ortsgebundenen Heilquellen, die mineralhaltigen Säuerlinge, zu Bade- und Trinkkuren verordnet, hat man um 1850 auch Moorbadekuren in den beiden Badeorten Peterstal und Griesbach eingeführt. Dabei hat sich Professor Weber, Direktor der Medizinischen Poliklinik in Freiburg, große Verdienste erworben. In seinem 1863 erschienenen Werk “Die Kniebisbäder im Großherzogtum Baden” schreibt er über die gute Wirkung der Moorbäder. “Der Kniebis ist so reich an Moorgrund, besonders auf seinen höheren Lagen, dass Moorbäder leicht zu haben sind.“ Schon damals berichtete er über die wohltuende Wirkung der Moor- und Schlammbäder bei rheumatischen und arthritischen Leiden. Die Indikationen der Moortherapie sind auch heute noch im wesentlichen Krankheitsbilder aus dem großen Formenkreis rheumatischer Erkrankungen.

Schon früh wurde die wohltuende Wirkung der Quellen in Bad Peterstal-Griesbach erkannt und zum Baden und Trinken genutzt. Daneben nahmen viele die Gelegenheit wahr, um den belebenden und schmerzlindernden Effekt am eigenen Leib zu erfahren. Das Kohlensäurewannenbad ist ein ortsgebundenes Heilmittel und gilt als empfehlenswert zur Behandlung von Durchblutungsstörungen, Bluthochdruck und stressbedingter Unruhe/Nervosität.

Das im Wasser gelöste CO2 dringt während des Bades durch die Haut in den Körper, wo es im Blut zur Lunge transportiert und wieder abgeatmet wird. Dabei entfaltet es seine volle Wirkung, werden die präkapillaren Arteriolen erweitert und dadurch die Durchblutung gesteigert, die Blutfließeigenschaften werden verbessert, die Sauerstoff-Abgabe vom Blut in das Gewebe wird gefördert, die Gehirndurchblutungwird verbessert.

Das natürliche Mineralwasser ist deshalb so wertvoll, weil es lebensnotwendige Mineralien und Spurenelemente enthält, die der menschliche Organismus nicht selbst herstellen kann. Es hat seinen Ursprung in den Tiefen des Schwarzwaldes und wird direkt am Quellort abgefüllt.Jedes Wasser hat seinen individuellen Geschmack, je nachdem welche Gesteinsarten es durchläuft. Ständig gehen dem Körper durch die Atmung, das Schwitzen und den Stoffwechsel lebensnotwendige Mineralien verloren. Sie müssen mit der täglichen Nahrung in ausreichender Menge aufgenommen werden. Als (einziges deutsches) Lebensmittel muss Mineralwasser amtlich anerkannt sein. Mehr als 200 Untersuchungen sind hierfür notwendig. Ständige Kontrollen garantieren die Qualität und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften. Kohlensäure gibt dem Mineralwasser den erfrischenden Geschmack und hält es frisch. Erlaubte Behandlungsverfahren sind lediglich der Entzug von Eisen, Schwefel und der Zusatz von Kohlensäure.

In Bad Peterstal-Griesbach gibt es keinen Badetempel mit Erlebnislandschaften; die Kuren werden durch Kliniken und ortsansässige Anbieter in ihren Häusern ermöglicht.


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