Schwarzwald-Tatort

Franziska Tobler ermittelt mit Luka Weber

Um einen Doppelmord, eine Brandleiche und einen von Ängsten geplagten Jurastudenten geht es im “Tatort – Damian” (SWR), dem dritten Tatort-Einsatz aus dem Schwarzwald. Lars Hubrich und Stefan Schaller schrieben das Drehbuch, das Stefan Schaller intensiv in Szene setzte. An der Seite von Eva Löbau spielt diesmal Carlo Ljubek, Thomas Prenn beeindruckt in der Titelrolle eines Studenten unter Erfolgsdruck.

Lohnt sich der Tatort?

Nun, es ist ein ziemlich düsterer Tatort. Sein zentrales Thema ist die Schizophrenie. Und verwirrend ist er ebenso. Bei diesem Tatort braucht man die Zurückspulfunktion gleich mehrfach. Denn verwirrend sind die zwei Fälle schon – vor allem am Ende, wenn sich der Jurastudent Schlimmes antut. Im Schwarzwald, wie ihn der Tatort sieht, blickt man nicht durch. Selbst wenn der Forst  mehr aus Lichtungen besteht als aus dunklem Tann. Und die wenigen Bilder aus Freiburg sind alles andere als schön. Eben düster, dunkel, abschreckend und altmodisch. Der SWR hat kein glückliches Händchen bei den Geschichten, die er aus einer der schönsten Regionen und der wärmsten Großstadt Deutschlands erzählt, die vor langer Zeit im Heimatfilm-Kino große Erfolge gefeiert hat. Schade. Ein zweites Mal werde ich mir den Krimi keinesfalls anschauen. Die Zeit ist mir zu schade, die schlechten Bilder bestärken mich darin.

Verwirrende Handlung 

Friedemann Berg hat sich bei einem Skiunfall einen komplizierten Beinbruch zugezogen, deshalb arbeitet Franziska Tobler bei ihrem aktuellen Fall mit dem Kollegen Luka Weber zusammen. Die beiden versuchen schon eine ganze Weile, den Mord an einer 17-Jährigen und ihrem Tennislehrer aufzuklären und treiben an der Grenze zur Überarbeitung. Eine neue Spur führt sie zu dem widerspenstigen Peter Trelkovsky, ein selbsternannter Frauenheld, der zurückgezogen im Bauwagen lebt. Zu den von ihnen befragten Zeugen gehört Jurastudent Damian. Auch er ist erschöpft, steht wegen seiner Prüfungen unter Druck und droht, daran zu zerbrechen. Außerdem wird Damian von dunklen Ängsten geplagt. Seine Freundin Mia versucht, ihm zu helfen, dringt aber nicht zu ihm durch. Die einzige Person, auf die er hört, ist sein Kumpel Georg. Die Kommissare nehmen den verwirrten Damian nicht wirklich ernst, zumal er für den Tatzeitpunkt ein Alibi zu haben scheint. Sie folgen anderen Spuren, müssen außerdem an einem zweiten Todesfall arbeiten, denn eine Brandleiche wurde im Wald gefunden …

Thomas Prenn in seiner ersten Hauptrolle

“Tatort – Damian” ist der dritte Film mit dem Tatort-Team aus dem Schwarzwald. Carlo Ljubek ist darin ausnahmsweise an der Seite von Eva Löbau als Kommissar Luka Weber zu sehen, weil Hans-Jochen Wagner vor Drehbeginn krankheitsbedingt absagen musste. Im kommenden Frühjahr folgt der nächste Tatort Schwarzwald des SWR, dann wieder mit dem eingeführten Kommissarsduo Franziska Tobler und Friedemann Berg.

Die Titelfigur des gestressten Jurastudenten Damian wird von dem jungen Schauspieler Thomas Prenn gespielt, der die Überforderung und die immer stärker wahnhaft wirkenden Züge dieser sensiblen Figur eindrucksvoll miterleben lässt.  Es war die erste große TV-Hauptrolle in der noch sehr jungen Karriere von Thomas Prenn, der in “Damian” sehr überzeugend den gleichnamigen Studenten spielt. Prenn wurde 1994 geboren und ist italienischer Staatsbürger. Der gebürtige Südtiroler wuchs im Pustertal auf, studierte anschließend an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst. Der 1,84 Meter große Prenn gehört zum Ensemble des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe. Johann von Bülow und André Jung, Lena Klenke und Enno Trebs, Annika Kuhl und Christian Kuchenbuch, Steffi Kühnert und Nora Waldstätten sind in weiteren Rollen zu sehen.

Der “Tatort – Damian” ist eine Produktion des Südwestrundfunks für Das Erste. Ausführende Produzentin ist Franziska Specht, die Redaktion liegt bei Katharina Dufner. Am Sonntag, 23. Dezember 2018, um 20.15 Uhr wurde “Tatort – Damian” im Ersten ausgestrahlt.


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