Schliengen Kirschbaumblüte Eggenertal

Kirschbaumblüte im Eggenertal bei Schliengen 

Das Eggenertal bei Schliengen im Markgräflerland ist einmal im Jahr das Mekka für Fotografen, Wanderern und Naturliebhabern.

Immer Anfang April ist es wieder soweit. Dann verwandelt sich das ganze Tal in ein zartweißes Blütenmeer. Die Kirschbaumblüte erreicht ihren Höhepunkt. Wie viele Bäume im Eggenertal mit den Ortschaften Niedereggenen und Obereggenen stehen, weiß niemand so recht. Es können zwischen 40.000 und 100.000 sein, lauten die unterschiedlichsten Schätzungen. Am besten bestaunen lässt sich das Blütenmeer, das in der Region seinesgleichen sucht, vom Panoramaweg aus.

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Hier stört keine Autobahn und auch keine Bundesstraße das Bild; durch das weitläufige Tal führen lediglich kleinere Landstraßen. Das bietet einzigartige Panoramabilder. Sogar das renommierte Magazin „National Graphic“ war vor einigen Jahren vor Ort und veröffentlichte auf einer Doppelseite das Tal zur Vollblüte. Die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten. Engagierte Bürger aus Ober- und Niedereggenen hatten aufgrund des starken Interesses die Idee, ein Blütentelefon einzurichten, das ab Mitte Februar bis in den Mai hinein über den Stand der Frühblüher und bis zur Apfelblüte informiert. Die früheste Vollblüte der letzten zehn Jahre gab es am 4. April 2011, die späteste im Jahr 2013; es war der 28. April.

Natürlich sind die Bewohner des Eggenertales stolz auf ihre Kirschbäume und auch auf die Produkte. Hier schmecken die Kirschen „besonders fruchtig“. Sind sie gereift, wird daraus Saft, Konserven, Marmelade und hochwertige Brennkirsche gemacht.

Wer mehr über die leckeren Früchte erfahren möchte, dem empfiehlt sich der 2,5 Kilometer lange Obstlehrpfad. Er führt vom Parlplatz an der „Stelli“ (Anhöhe an der Verbindungsstraße zwischen Niedereggenen und Feuerbach) durch die Obstanlagen in Richtung Obereggenen. Von der „Stelli“ aus ist auch das Naturdenkmal „Hagschutz“ erreichbar – mit einer fantastischen Sicht über das Kirschblütental.

Kulturdenkmal Hagschutz

Die natürliche Vegetation auf dem Hagschutz, eine markante Berg- und Felskuppe südlich von Niedereggenen, ist der Laubwald. Schon in der Steinzeit rodeten die Menschen den Wald, um damit ihre Behausungen zu errichten und um Flächen für ihre Felder zu erhalten. Seither wechselten sich im Zuge von Brachfall und Wiedernutzung die Bewaldung und die offenen Gras- und am Hangfuß die Ackerflächen ab. Auf den steinig-lehmigen und flachgründigen Böden finden vor allem Pflanzengesellschaften der Halbtrockenrasen ihre idealen Umweltbedingungen. Vorausgesetzt der Mensch bewirtschaftet sein Kulturland wie früher extensiv.


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