Badenweiler Cassiopeia-Therme

Cassiopeia-Therme in Badenweiler

Die Lage am Westabfall des Südschwarzwaldes am Fuße des Blauen bietet Schutz vor rauhen Winden. Damit ist der Ort deutlich wärmer, als es die Höhelage erwarten würde. Das wussten bereits die Römer, aus deren Epoche die Ruine des Römerbades existiert, aber auch Münzfunde aus dem 2. und 3. Jahrhundert nach Christus.

Die Ausgrabungen des römischen Bades zählen zu den größten und eindrucksvollsten Anlagen dieser Art nördlich der Alpen. Urkundlich erstmals erwähnt wurde 1028 der Ort „Baden“, und die Burg der „Herren von Baden“ tauchte 1122 in den Annalen auf. Lange Zeit war von den Bädern nichts mehr zu hören, bis sich 1544 und 1565 ärztliche Schriften mit der heilsamen Wirkung beschäftigten. Im 18. Jahrhundert begann dann der Aufstieg des einst kleinen Ortes mit dem Ausbau zum Kurort, bis 1853 das Kurhaus eingeweiht wurde.

Wohlhabende, Reiche und wer sonst noch von Rang und Namen war pilgerte hierher, darunter der russische Dramatiker Anton Tschechow, der 1904 in Badenweiler starb.

Direkt neben der Römerbad-Ruine steht heute quasi als moderner Leuchtturm dieser Tradition die Cassiopeia Therme im Mittelpunkt. Sie ist bereits zum dritten Mal in Folge mit der höchstmöglichen Klasse „Wellness-Star Fünf Sterne“ ausgezeichnet worden. Erholungssuchende finden auf rund 3800 Quadratmeter ein vielseitiges Programm rund um die Themen Gesundheit, Wellness und Entspannung. Seit jeher geschätzt wird das wertvolle Thermalwasser. Es bezieht seine heilenden Kräfte aus den Gesteinsschichten des Schwarzwalds, durch das es sich seinen Weg bis an die Oberfläche bahnt. So entsteht eine artesische Quelle, eine geologische Besonderheit. Seit der Entdeckung der Heilquelle durch die Römer ergießen sich in Badenweiler täglich rund eine Million Liter gesundes Thermalwasser.

Das Heilwasser ergießt sich in drei Thermalbäder im Außenbereich sowie in ein Römisch-Irisches Bad. Unübersehbar ist das preisgekrönte Kuppelbad (32 Grad). Die Architektur macht die Komposition von Licht und Wasser perfekt. Es ist ausgezeichnet mit dem deutschen Stahlbaupreis. Die Cassiopeia Therme gilt damit zu Recht als eines der schönsten Thermalbäder Deutschlands. Ruhe und eine sinnliche Atmosphäre bestimmen die Ruheoase Marmorbad mit einem Höchstmaß an Entspannung.

Die warme Badegrotte im Marmorbad verbreitet durch Licht und stilvolles Ambiente eine Atmosphäre des Wohlgefühls. Das 34 bis 36 Grad warme Wasser regeneriert den Körper und regt den Geist an. Zur Abkühlung steht ein Kaltwasserbecken mit einer Wassertemperatur von 12 Grad bereit. Eingebettet in die malerische Idylle des Kurparks bietet das großzügig angelegte Außenbecken (30 Grad) Bade- und Freilichtvergnügen. Das vielfältige Angebot mit Rundbecken, Strömungskanal, Nackenduschen und Massagedüsen sorgt für Entspannung pur. Auf den herrlichen Sonnenterrassen kommen Sonnenfreunde auf ihre Kosten.

Ein weiterer Anziehungspunkt ist die mehrstöckige Saunalandschaft mit sechs unterschiedlich temperierten Innen- und Außensaunen sowie einem wunderschönen Ausblick auf den angrenzenden Kurpark. Die orientalische Badekultur in der Wellness-Oase mit Hamam, Rasulbad und Sand-Lichtbädern auf Wüstenstand sowie viele weitere Anwendungen wie eine breite Palette an Wellness-Massagen und Pflegebehandlungen runden das vielseitige Angebot ab.

Heilanzeigen

Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates:
Degenerative Erkrankungen der Gelenke und der Wirbelsäule
Arthrosen, Bandscheibenschäden
Chronisch entzündliche rheumatische Erkrankungen
Chronische Formen des Weichteilrheumatismus
Nachbehandlung nach Operationen u. Unfallverletzungen am Bewegungsapparat, bei Schmerzzuständen und Bewegungseinschränkungen an Gelenken und Muskulatur
Osteoporose
Erkrankungen des Nervensystems:
Herz- und Kreislauferkrankungen
Funktionelle Kreislaufstörungen
Arterielle Durchblutungsstörungen
Venöse Rückflussstörungen
Erhöhter oder zu niedriger Blutdruck
Nachbehandlung nach Schlaganfall
Nachbehandlung von Thrombosen und Venenentzündungen
Körperliche und psychisch bedingte Erschöpfungszustände:
Vegetative Regulationsstörungen
Rekonvaleszenz nach Operationen und Allgemeinerkrankungen
Infektanfälligkeit der oberen Luftwege
Vorsorgekuren
Die Heilanzeigen beziehen sich auf eine äußerliche Anwendung des Badenweiler Thermalwassers.

Cassiopeia Therme

Geologische Verhältnisse: Quarzriff-Buntsandstein, Muschelkalk und verkieselte Randverwerfung. Quellaustritt: auf 425 m über dem Meeresspiegel. Temperatur bei Austritt: 26,2 Grad Celsius.
Charakteristik des Wassers: Therme.

1 Liter Thermalwasser enthält:

Kationen:
Lithium (Li): 0,12 mg
Natrium (Na): 32,4 mg
Kalium (K): 2,7 mg
Ammonium (NH4): 0,03 mg
Magnesium (Mg): 7,1 mg
Calcium (Ca): 49,4 mg
Strontium (Sr): 0,54 mg
Anionen:
Fluorid (F): 0,87 mg
Chlorid (Cl): 9,5 mg
Nitrat (No3): 4,0 mg
Sulfat (SO4): 72 mg
Hydrogencarbonat (HCO3): 170
Ionensumme: 348,00 mg
Undissoziierte Stoffe:
Kieselsäure (H2SIO3): 27,8 mg
Borsäure (HBO2): 0,65 mg
Borsäure (H3BO3): 0,92 mg
Summe gelöste Mineralstoffe: 377,00 mg
Gelöste Gase:
Kohlenstoffdioxid (CO2): 8 mg

Institut Fresenius, Taunusstein, November 2003


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