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Sommertipps

Märchenhaft und wildromantisch

Der Schwarzwald, das größte deutsche Mittelgebirge, kann naturgemäß auch mit der größten Vielfalt für Erholungssuchende, Abenteurer, Wanderer, Radfahrer, Mountainbiker oder erlebnishungrige Familien punkten. Wenn im Sommer das Thermometer immer wieder über 30 Grad steigt, sind Erlebnistouren am Wasser besonders gefragt. Glücklicherweise ist Deutschlands größtes Mittelgebirge reich an Wasser.

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Eine märchenhafte Stimmung verheißt die Wanderung zum Burgbachwasserfall bei Bad Rippoldsau-Schapbach im nördlichen Schwarzwald. Mit einer Fallhöhe von 32 Metern zählt er zu den höchsten freifallenden Wasserfällen in Deutschland. Die zweieinhalb Kilometer lange Rundwanderung im Wolftal beginnt am Wanderparkplatz nahe der Burgbachbrücke. Von dort aus geht es erst auf breiten Wegen durch abwechslungsreichen Mischwald. Das letzte Stück zum Wasserfall ist dann um einiges unwegsamer und wilder. Nach einer Rast am Wasserfall lohnt sich ein Abstecher zur Aussichtskanzel auf dem Burgbachfelsen. Mehr Infos unter www.wolftal.de

Wildromantisch und inmitten von riesigen Felsen und Findlingen rauschen die Gaishöll-Wasserfälle bei Sasbachwalden im mittleren Schwarzwald. Mit Start am Kurhaus „Zum Alde Gott“ ist das Wasserfallgebiet erlebnisreich zu erwandern: Die knapp fünf Kilometer lange Wanderung führt über 13 Brücken und 225 Stufen.

Gleich zwei besonders spektakuläre Wasserfälle verbindet der Schwarzwälder Genießerpfad „Wasserfallsteig“ im südlichen Schwarzwald: Die Tour führt Wanderer zum 50 Meter hohen Fahler Wasserfall unterhalb des Feldbergs sowie zum 97 Meter hohen Todtnauer Wasserfall südlich von Todtnauberg. Die 11 Kilometer lange Wanderung beginnt am Feldberger Hebelhof und verläuft entlang des Flüsschens Wiese. Es müssen immer wieder kleine Schluchten, Brücken und Treppenstufen passiert werden. Wer es lieber etwas entspannter haben möchte, kann die beiden Wasserfälle auch separat erkunden.

Große und kleine Wasserratten erwarten auf dem „Quellenerlebnispfad“ in Bad Herrenalb im nördlichen Schwarzwald wilde Wasserläufe, beeindruckende Sturzquellen und stille Quellsümpfe. Auf etwa drei Kilometer Länge führt „Quelli“, die blaue Libelle, die Besucher über 16 Stationen am schäumenden Wildbach entlang. Entdecker und Forscher halten unterwegs nach geheimnisvollen Quellnymphen Ausschau, lassen selbst kleine Quellen entstehen oder experimentieren mit dem Wasserrad. Eine urige Hütte mit Bänken und Brunnen lädt zum Picknick ein.

In den heißen Sommermonaten bringen viele Wassersportaktivitäten einen perfekten Mix aus Spaß und Abkühlung. Beim Softrafting auf der Murg im nördlichen Schwarzwald geht es mit einem Raftboot auf einem 250 Meter langen Teilstück der Murg abenteuerreich durch mehrere Stromschnellen talwärts.

Weitaus ruhiger ist hingegen eine Paddeltour mit dem Kanadier oder Stand-Up-Paddle (SUP) auf dem größten See im Schwarzwald – dem Schluchsee. Hier lässt es sich sowohl auf dem Boot als auch auf einem der vielen Strandabschnitte rund um den See entspannen. Mit einem SUP kann man im südlichen Schwarzwald auch auf dem Titisee und dem kleinen Windgfällweiher paddeln. Im nördlichen Schwarzwald bietet sich dazu die Nagoldtalsperre bei Seewald an, einer der größten Stauseen in Baden-Württemberg. Erfrischung verspricht im nördlichen Schwarzwald zudem ein Besuch an der Schwarzenbach-Talsperre bei Forbach: Der Stausee kann auch mit Tret- oder Elektroboot entdeckt werden. Bitte informieren Sie sich vorab über die aktuellen Corona-Beschränkungen.

Im Naturschutzgebiet Taubergießen am Westrand des mittleren Schwarzwaldes darf man zwar nicht baden, jedoch lässt sich auf einer Bootsfahrt mit einem Stocherkahn die wunderschöne Auen-Landschaft auch viel besser genießen. Wiesen- und Waldlandschaften bei Rust sind durchzogen von den Altarmen des Rheins und seinen Nebenflüssen. Die Bootsfahrt führt auf sieben Kilometern durch die urtümlichen Naturlandschaften. Ein ortskundiger Führer erklärt auf der Tour die heimische Tier- und Pflanzenwelt.

Ob Weinberge oder Gipfel, Schluchten oder Panoramawege: So vielseitig wie die Naturlandschaft Schwarzwald ist auch das Wanderwegenetz in Deutschlands größtem Mittelgebirge. Im Süden steigt die 11.100 km⊃2; große Ferienregion bis auf den 1493 Meter hohen Feldberg an. Dank Schwarzwaldverein werden die fast 24.000 Kilometer ausgeschilderten Wanderwege regelmäßig geprüft und gepflegt.

Der „Belchensteig“ erlaubt grandiose Panoramen bis zu den Alpen vom wohl schönsten Aussichtsberg des Schwarzwaldes. Die 14,5 Kilometer lange Rundtour im südlichen Schwarzwald führt vom Wiedener Eck durch Bergwälder, Wiesen und Heideflächen auf den 1414 Meter hohen Belchengipfel hinauf.

Auf eine Reise durch 250 Millionen Jahre Erdgeschichte entführen die neuen „Geotouren“ im nördlichen Schwarzwald. Auf den sechs bis zehn Kilometer langen Wanderungen werden die Besonderheiten des Untergrunds sowie die spezielle Flora und Fauna des Albtals erläutert. Für jede Tour gibt es nicht nur einen eigenen Flyer mit Tourenbeschreibung, Karte, Erkundungsaufgaben und Forschungsfragen, sondern auch eine Hintergrundbroschüre (GeoKompakt) sowie ein GeoBox mit neun Originalsteinen. Vier der sieben Albtäler Touren (Bad Herrenalb, Dobel, Marxzell, Ettlingen) sind bereits fertiggestellt, weitere drei (Waldbronn, Karlsbad, Straubenhardt) folgen.

Am intensivsten lässt sich die Ferienregion Schwarzwald für Familien bei einer kindgerechten Wanderung auf „Annis Abenteuer-Touren“ entdecken.

Drei Familienwanderwege erschließen etwa das „ZweiTälerLand“ nordöstlich von Freiburg: Kleine Entdecker dürfen rund um Simonswald knifflige Rätsel lösen, helfen dem Maskottchen Simon, seinen Hut wieder zu finden oder begeben sich mit GPS-fähigem Gerät auf Schatzsuche. Unterwegs warten XXL-Hochsitz oder Schwarzwälderschinken-Bank. Auf dem „Schlawinerweg“ dreht sich alles um den Wald. Der „Wunderfitzweg“ beschäftigt sich mit den Schwarzwald-Klassikern Kuckucksuhr und Kirschtorte. Und beim „Pfiffikusweg“ gilt es, den Schatz zu heben.

Auf eine spannende Familienwanderung im Nationalpark Schwarzwald dürfen sich Groß und Klein am 28. Juni freuen: Im nördlichen Schwarzwald gibt es viele kleine Seen, die in der letzten Eiszeit entstanden sind. Manchmal läuft so ein See mit den Jahren auch aus – zurück bleibt eine geheimnisvolle Landschaft, in der „nachts die Feen tanzen“. Auf abenteuerlichen Pfaden führt die rund sieben Kilometer lange Tour in den Nationalpark hinein zum Tobelbach und seinem Quellgrund.

Klimakrise, „Flugscham“ und Corona haben die Naturreize vor der eigenen Haustür besonders in den Fokus gerückt. Die Ferienregion Schwarzwald bietet eine Vielzahl an hippen „Mikro-Abenteuern“:

Ob Flussbettwanderung in der Murg, ein lehrreicher Ausflug in die Welt der Insekten oder das Mitmachangebot „Mähen mit der Sense“: Die rund 80 „Schwarzwald-Guides“ im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord bieten ab 20. Juni wieder geführte Touren für Einheimische und Gäste an. Kaum jemand kennt die Schönheiten und Besonderheiten von Schwarzwälder Landschaft, Natur und Kultur besser – sie stehen für erlebnis- wie kenntnisreiche kleine Abenteuer.

Hoch hinaus geht es bei einem Tandem-Gleitschirmflug von einem der aussichtsreichen Schwarzwaldgipfel. Im nördlichen Schwarzwald lässt sich etwa vom Kaltenbronn bei Gernsbach losfliegen, in Baden-Baden starten die Gleitschirmflieger am Hausberg Merkur, in Freiburg am Schauinsland. Gut 50 Start- und Landeplätze gibt es im Schwarzwald, verschiedene Flugschulen bieten Mitfluggelegenheiten an.

Einen sportlichen Adrenalinkick auf zwei Rädern versprechen die Rennradrunden und die Singletrails für Mountainbiker im Schwarzwald. Kilometerstrampler und Downhill-Freaks kommen im Schwarzwald ebenso auf ihre Kosten wie Genussradler. enussradler. Jede Menge Vorschläge für das Vergnügen mit zwei Rädern gibt es unter www.rad-schwarzwald.info
Genussradler. Freiburg gilt mit seinen Trails, die fast in der Innenstadt enden, inzwischen als Mountainbike-Hauptstadt. In Baiersbronn im Norden der Ferienregion bringen es die elf Mountainbike-Touren mit bis zu 33 Prozent Singletrail-Anteil auf fast 400 Kilometer Länge. Wer lieber auf drei Rädern schnell unterwegs ist, kann die Downhill-Carts am Mehliskopf bei Bühl im nördlichen Schwarzwald testen. Nach dem Aufstieg mit dem Lift warten 500 Meter rasante Abfahrt auf die Piloten der Carts.

Dem Ruf des Schwarzwalds als „Deutschlands schönste Genießerecke“ kann man in unzähligen Restaurants und Gaststätten nachspüren – aber noch authentischer bei Direktvermarktern und in den Hofläden der Schwarzwälder Landwirte und Erzeuger. Da lassen sich frische Lebensmittel und regionale Köstlichkeiten – von Honig über Apfelsaft, Wein, Obstbrände, Brot, Käse, Eis, Obst, Gemüse bis zu Fleisch und Wildprodukten – zum fairen Preis einkaufen. Infos, wie man die Produkte am besten verarbeitet, gibt es kostenlos dazu.

Genuss- und Wanderfreuden vereint die „Weinerlebnistour“ in Waldkirch-Buchholz bei Freiburg: In der Vinothek der Winzergenossenschaft können sich Genießer mit zwei Flaschen Wein, Gläsern und Knapperzeug eindecken. Dann geht es entlang des Weinlehrpfades direkt in die Rebberge. Unterwegs gilt es, sein (Wein-)Wissen an 15 Stationen zu testen. In versteckten Gläsern wartet jeweils eine Frage mit drei Antwortmöglichkeiten. Eine Tourenkarte weist den Weg. Die richtig erratenen Buchstaben ergeben das Lösungswort, mit dem man in der Winzergenossenschaft eine Flasche Rotwein als Belohnung mit nach Hause nehmen darf. Unterwegs bieten sich immer wieder traumhafte Ausblicke, etwa auf die imposante Hochburg oder den 1243 Meter hohen Kandel. Das Angebot ist zunächst bis Ende August begrenzt. Die geltenden Corona-Beschränkungen gilt es selbstverständlich einzuhalten.

Im „Schwarzwaldhaus der Sinne“ in Grafenhausen im südlichen Schwarzwald dürfen Besucher selbst aktiv werden: Bei einem Rundgang durch die Abteilungen Sehen, Hören, Fühlen und Riechen gibt es für die ganze Familie auf spielerische Weise vielfältige Phänomene zu entdecken. Eine Sonderausstellung setzt sich mit der heimischen Tierwelt auseinander.