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Blütenwanderungen

Frühlingspracht im ganzen Schwarzwald

Über Wochen zieht die Frühlings-Blütenpracht am Schwarzwaldrand nach Norden und in die Täler von Deutschlands größtem Mittelgebirge. Hier gibt es Tipps für die schönsten Blütenwanderungen in der Ferienregion. Ein Ende des Lockdowns ist in Sicht und die Natur blüht auf. Im Südwesten Deutschlands hält bereits der Frühling Einzug. Über Wochen lässt sich am Westrand des Schwarzwaldes beobachten, wie kraftvoll das Leben zurückkehrt. Am Kaiserstuhl blühen schon die ersten Mandelbäume, ganze Straßenzüge am Westrand der Ferienregion sind in das zartleuchtende Rosa japanischer Kirschbäume getaucht. In der Rheinebene leuchten die Rapsfelder, an den Feldrainen und auf Waldlichtungen blüht der gelbe Färberwaid und bald verzaubern im Markgräflerland, am Kaiserstuhl und dann in der Ortenau Hunderttausende Kirschbäume mit ihren zartrosaweißen Blüten. Dann folgen Apfel- und Birnbaumblüte. Über Wochen zieht die Blütenpracht am Schwarzwaldrand nach Norden und in die Täler von Deutschlands größtem Mittelgebirge.

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Streuobstwiesen und römische Zeugnisse am „Kirschbaumpfad“
Seinen vollen Zauber entfaltet der „Kirschbaumpfad“ am Westrand der Ferienregion Schwarzwald in den Frühlingsmonaten – denn er ist gesäumt von Streuobstwiesen mit imposanten Hochstämmen. Auf rund 23 Kilometern führt er quer durch den nördlichen Kaiserstuhl von Sasbach nach Riegel. Der Pfad verläuft parallel zu alten keltischen und römischen Handelsverbindungen und Ansiedlungen, Reste davon sind noch am Limberg und bei Riegel zu bestaunen. Rast machen könnte man unter einem riesigen Kaiser-Stuhl bei Leiselheim.

Blütenwanderung rund um Endingen
Tausende von Kirschbäumen zwischen Königschaffhausen und Kiechlinsbergen bei Endingen im nördlichen Kaiserstuhl bieten eine unvergessliche Kulisse für eine Blütenwanderung: Auf dem rund acht Kilometer langen Weg können kleine und große Wanderer das Frühlingserwachen intensiv erleben und sich von der urwüchsigen Farbkraft der Natur begeistern lassen. Wer vorab den Wanderrucksack mit regionalen Spezialitäten füllt, darf sich auf ein Vesper in wunderbarer Umgebung freuen.

Im April beginnt am Kaiserstuhl die Orchideenblüte
Orchideenfreunde zieht es im Frühling an den Südrand des Kaiserstuhls. In Deutschlands wärmster Region blühen ab April eine Vielzahl an Orchideen. Besonders eindrucksvoll sind die zu den Knabenkrautgewächsen zählenden Orchideen im Liliental bei Ihringen zu bestaunen. Der 23 Kilometer lange „Knabenkrautpfad“ führt von Breisach bis Bötzingen durch die schönsten Orchideenplätze im südlichen Kaiserstuhl. Zunächst geht es von Breisach am Westrand der Ferienregion durch ebenes Gelände mit vielen Obstplantagen in Richtung Ihringen. Anschließend führt der Pfad direkt in die Reben und durch die bekannte Weinlage Ihringer Winklerberg hinauf zum Kreuzbuck. Die Flora und Fauna des Lilientals mit seinem imposanten Mammutbaumwald lässt sich dann auf zahlreichen botanischen Pfaden entdecken, etwa auf dem eigens angelegten Orchideenrundweg.

Picknick unterm weißen Blütenmeer
Die Kirschen weisen den Weg – sowohl auf dem Wegesymbol wie auch rund um die kleinen Ortschaften: Das Eggenertal bei Schliengen im Markgräflerland ist geprägt von Abertausenden Kirschbäumen. Im Frühjahr hüllt die Kirschblüte das ganze Tal in ein weißes Blütenmeer. Unter der Blütenpracht breiten Familien und Freunde ihre Picknickdecken aus, am Waldrand laden – wenn Corona es zulässt – die örtlichen Vereine zum Blütenfest ein. Der Rundweg durchs Eggenertal ist auch für geländegängige Kinderwagen geeignet. Er führt etwa 12 Kilometer weit um die kleinen Ortschaften von Niedereggenen, Obereggenen und Schallsingen.

Auf dem „Rundumwegli“ durchs Markgräflerland
Durch die hügeligen Weinbaugebiete des Markgräflerlandes führt das „Rundumwegli“ bei Müllheim. Die knapp 15 Kilometer lange Tour „Feld, Wald und Wiese“ bietet immer wieder sehenswerte Blicke auf die Oberrheinebene und den 1165 Meter hoch aufsteigenden Blauen mit seinem markanten Aussichtsturm. Der Rundwanderweg mit rund 330 Höhenmetern ist besonders eindrucksvoll zur Obstbaumblüte und in rund fünf Stunden gut zu gehen.

Feine Wässerli und edle Brände am Oberkircher „Brennersteig“
Dank der Obstvielfalt gibt es im Renchtal im mittleren Schwarzwald mehr als 1100 Schnapsbrennereien, welche aus den Früchten feine Wässerli und edle Brände destillieren. Allein in der 20.000-Einwohner-Stadt Oberkirch sind rund 800 Hausbrennereien registriert, die u.a. Kirsch-, Zwetschgen- und Mirabellenwasser, Himbeergeist und Topinambur-Brände herstellen. Am rund 14 Kilometer langen „Brennersteig“ laden zahlreiche Brennereien am Wegesrand zur Kostprobe ihrer Erzeugnisse ein. Auf Anfrage können die Betriebe auch besichtigt werden. Besonders schön ist die Rundwanderung auf dem „Brennersteig“ in der Blütezeit.

Kinderwagenfreundliche „Obst- und Hofladenrunde“
Den Ruf des Schwarzwalds als „Deutschlands schönste Genießerecke“ untermauern sehr authentisch die Direktvermarkter und Hofläden der Landwirte und Erzeuger: Dort lassen sich frische Lebensmittel und regionale Köstlichkeiten zum fairen Preis einkaufen. Die „Obst- und Hofladenrunde“ rund um Zusenhofen bei Oberkirch im mittleren Schwarzwald macht genüsslich erlebbar, was im Renchtal überwiegend angebaut wird: Kirschen, Zwetschgen, Äpfel und zahlreiche Beerensorten, allen voran die Erdbeere. Die kinderwagenfreundliche Rundtour ist daher besonders in der Blüte- und Erntezeit empfehlenswert. An der rund zehn Kilometer langen Strecken liegen sieben Hofläden. Also: Tasche für den Einkauf nicht vergessen…!

Kirschbäume ohne Ende auch im Durbachtal
Ebersweier ist das „Kirschendorf“ im Durbachtal im mittleren Schwarzwald. Wer sich selbst vom dortigen Kirschbaum-Reichtum überzeugen möchte, sollte den knapp 12 Kilometer langen Rundweg um den Ort ansteuern. Er setzt sich aus drei gut kombinierbaren Wegen zusammen. Ohne große Höhenunterschiede sind die markanten Plätze des Durbacher Ortsteils zu entdecken. Von den Aussichtspunkten am Plauelrainer Köpfle, an der Maiglöckchenhütte sowie an der Kapellenruine St. Anton bieten sich tolle Blicke auf die unzähligen Kirschbäume.

Obstlehrpfad zur „Königin der Zwetschgen“
Der Obstlehrpfad in Altschweier bei Bühl am Westrand des nördlichen Schwarzwaldes führt durch Streuobstwiesen und Obstanlagen und zeigt sich zur Baumblüte im April als großes Blütenmeer. Liebevoll gestaltete Tafeln informieren über die typischen Obstarten der Region. Hier wächst auch die „Königin der Zwetschgen“, die Bühler Frühzwetschge, eine sehr schmackhafte und begehrte Pflaume. Besonders beeindruckend ist der Blick vom Carl-Netter-Turm mit dem Blütenmeer unter und dem Band der Weinberge und den Höhen des Schwarzwaldes vor sich. Der Weg ist nur rund vier Kilometer lang, leicht wellig und gut zu begehen. Ausgangspunkt der Rundtour ist der alte Winzerkeller in der Winzerkellerstraße in Altschweier.

Hochvergnügen: „Kappler Genusstour“
Der Name ist Programm: Die „Kappler Genusstour“ in Bühl-Kappelwindeck am Westrand des nördlichen Schwarzwaldes führt durch Streuobstwiesen, Weinberge und Mischwald zur Burg Windeck hoch über dem Ort. Die rund neun Kilometer lange Tour vereint neben abwechslungsreichem Naturerlebnis und außergewöhnlichen Panoramablicken auch regionale kulinarische Genüsse: Die beteiligten gastronomischen Betriebe bieten ein „Dinnerhopping“ mit vier Gängen an, das nach vorheriger Terminabsprache individuell gebucht werden kann – sobald die Corona-Verordnung es wieder zulässt. Einen Abstecher wert sind auch das Rotwildgehege und die Barockkirche „St. Maria“ in Kappelwindeck.

Auf dem „Klosterpfad“ ins frühe Mittelalter
Der „Klosterpfad“ zwischen Bad Herrenalb und Frauenalb im nördlichen Schwarzwald verbindet auf rund fünf Kilometern zwei alte Schwarzwälder Gründungsklöster miteinander. Beide Klöster entstanden in der Stauferzeit im 12. Jahrhundert. Die Abtei der „Herren von Alb“ bauten Mönche des Zisterzienser-Reform-Ordens, die Benediktiner-Anlage in Frauenalb war für adelige Stiftsdamen gedacht. Noch heute sind in Bad Herrenalb das romanische „Paradies“ und die romanische Klosterscheuer zu bewundern, in Frauenalb dominiert barocke Baukunst. Der „Klosterpfad“ lädt mit informativen Stationen zu einer Zeitreise ins frühe Mittelalter ein: Als Benedikt seine Ordensregeln formulierte, die heilkundige Hildegard von Bingen lebte und Bernhard von Clairvaux die Zisterzienser zum Erfolgsorden machte.

Der „Kapellenweg“ verbindet mehr als 20 Kapellen
Im mittleren Schwarzwald um Schonach, Schönwald, St. Georgen und Furtwangen finden sich mehr als 30 Kapellen, die alle eine eigene Geschichte erzählen: von mythischen Sagen über geheimnisvolle Begebenheiten bis zu fast unglaublichen Geschehnissen. Der 75 Kilometer lange „Kapellenweg“ besteht aus vier Teilstrecken, die mehr als 20 „Ruhe-Inseln für die Seele“ miteinander verbinden. Die Touren sind nicht speziell beschildert, aber mit Hilfe der Broschüre „Wandererlebnis Kapellenweg“ gut zu finden. Eine der lohnenswertesten Etappen ist die sieben Kilometer lange Rundwanderung von Schönwald zum Blindensee und zur Wendelinkapelle. Der dunkle, flache und moorige Blindensee ist ein Naturschutzgebiet und Lebensraum für die seltene Libellenart „Kleine Moosjungfer“, die an diese spezielle Umgebung angepasst ist.

1000 Jahre Geschichte(n) auf dem „Klosterweg“ bei St. Blasien
Der „Klosterweg“ tief im Süden der Ferienregion stellte eine wichtige Verbindung zwischen dem Kloster St. Blasien im Hochschwarzwald, der vorderösterreichischen „Waldstadt“ Waldshut und den klösterlichen Besitzungen auf der Schweizer Rheinseite dar. Im 10. Jahrhundert hatte das Kloster St. Blasien reiche Schenkungen im Zürichgau erhalten. Der „Klosterweg“ diente dazu, diese Güter zu beaufsichtigen und ihre Abgaben zu kassieren. Mit der Aufhebung des Klosters 1807 verlor der „Klosterweg“ seine ursprüngliche Bedeutung. Doch seit 20 Jahren ist die Strecke zwischen St. Blasien und Waldshut als Wanderweg ausgeschildert. Auf rund 29 Kilometern können Wanderer tief in die Geschichte der Region eintauchen und sich auf Natur-Highlights wie den Alb-Stausee und das Tiefenhäuser Moor freuen.

Wandertipps für die ganze Familie: „Annis Abenteuer-Touren“
Am intensivsten lässt sich die Ferienregion Schwarzwald von Familien bei einer kindgerechten Wanderung auf „Annis Abenteuer-Touren“ entdecken. Solche Mitmachwege gibt es viele: etwa den Märchenweg „Das kalte Herz“ in Bad Wildbad, den Holz-Erlebnispfad in Baiersbronn, den „Hausacher Abenteuerpfad“, den „Räuber Hotzenplotz-Weg“ in Gengenbach, die „Märchen-Schatzsuche“ im Renchtal, den „Spürnasenpfad“ in Todtmoos oder den „Wolfspfad“ in Höchenschwand. Die Rundtouren beginnen immer an einem Parkplatz oder an einer Haltestelle des ÖPNV, die auch an Wochenenden bedient wird. An den Wegen gibt es Rastplätze für Vesperpausen.

Hotels und Ferienwohnungen - Urlaub im Schwarzwald

Im Schwarzwald finden Sie einfach alles: gemütliche Ferienwohnungen, schöne Ferienhotels, Ferienzimmer, erstklassige Ferienhäuser, empfehlenswerte Pensionen, Urlaub auf dem Bauernhof und die besten Gästezimmer. Im Schwarzwald machen Sie unvergesslichen Familien-, Kultur- und Erlebnisurlaub. Dazu gibt’s spannende Freizeit- und Familienziele sowie eine Küche, die ihresgleichen sucht. Freuen Sie sich auf einen erholsamen Urlaub.